Polizei

Blaulicht führt zu Auffahrunfall – „Kripo-Beamter“ will nicht zur Polizei

Als er Blaulicht und „Polizei“ in roter Schrift im Rückspiegel sah, dachte ein 21-Jähriger an eine Kontrolle und bremste. Das führte zu einem Auffahrunfall - und einer kuriosen Geschichte.
Ein neues Einsatzfahrzeug der Polizei hat seine Beleuchtung für den Einsatz in Düsseldorf eingeschaltet (Foto vom 09.01.2012). © dpa

Zu dem Auffahrunfall war es bereits am Samstag vergangener Woche in Gronau gekommen. Ein 21-Jähriger als Oldenzaal (Niederlande) war auf der Otto-Hahn-Straße unterwegs, als er blaues Blinklicht hinter sich sowie den rot leuchtenden Laufschriftzug „Polizei“ sah.

In der Annahme, dass er von der Polizei angehalten und kontrolliert werden sollte, hielt der Oldenzaaler seinen Wagen an. Der Fahrer des mit den Blinkleuchten am Innenspiegel und im Kühlergrill ausgestatteten Fahrzeugs fuhr auf.

Angeblicher Kripo-Beamter

Dessen Insasse stieg aus und erklärte dem 21-Jährigen er sei Kripo-Beamter. Mit den Worten, dass den Unfall Kollegen an der Wache in Gronau aufnehmen würden, hätten sich die Beteiligten wieder in ihre Fahrzeuge gesetzt und seien losgefahren, so der Geschädigte.

An der Polizeiwache kam aber nur der Oldenzaaler an. Der angebliche Polizist hatte die Flucht ergriffen. Ermittlungen des Verkehrskommissariats führten zu einem 27-jährigen Gronauer, wie die Kreispolizei in Borken am Mittwoch mitteilte. Nun wird strafrechtlich gegen den 27-Jährigen ermittelt: wegen Unfallflucht und Amtsanmaßung.

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