Zweite Briefwahlpanne: Einige Stimmen kommen nicht bei der Stadt an

dzDeutsche Post

Erst fehlerhafte Unterlagen, jetzt Schwierigkeiten bei der Rücksendung. Nach der ersten Briefwahl-Panne bestätigt die Post nun ein weiteres Problem: Wahlbriefe kommen teils nicht an.

von Nicola Schubert

Dortmund

, 08.09.2020, 14:24 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Briefwahl in 2020 scheint in Dortmund nicht ohne Weiteres zu funktionieren. Diesmal hat aber nicht die Stadt einen Fehler gemacht. Sie wird nicht einmal von allen abgegebenen Stimmen erreicht.

Am Donnerstag (3.9.) hat Friedrich-Günter Glonz aus Eichlinghofen die Wahlbriefe von sich und seiner Frau in einen Postkasten geworfen, am Samstag (5.9.) hatte er sie beide schon wieder zurück in seinem eigenen Briefkasten. Er ist sich selbst nicht ganz sicher, ob er die Unterlagen falsch gefaltet hat - wahrscheinlich.

Doch dieser Vorfall und die anschließende Nachfrage bei der Post, brachte etwas anderes zu Tage: Die Post weiß schon länger von Zustellungs-Schwierigkeiten bei der Briefwahl in Dortmund. Diese sollen mit dem Format der Dortmunder Wahlbriefe zu tun haben.

„Layout ist das Problem“

„Das Layout der Dortmunder Wahlbrief-Umschläge ist für manche Maschinen eine Überforderung“, sagt Post-Pressesprecher Rainer Ernzer. Die Zieladressen werden nämlich nicht von Menschen, sondern von künstlichen Intelligenzen erfasst. Diese Maschinen verwechselten seit Beginn der Briefwahl immer mal wieder die Ziel- mit der Absenderadresse.

„Alle Zuständigen informiert“

„Schuld hat da insofern niemand richtig“, so Ernzer weiter. Die Post habe das Problem bereits am Anfang der Briefwahl erkannt und alle Bereiche informiert. „Sowohl die Mitarbeitenden in den Briefzentren als auch bei der Zustellung wurden informiert und gebeten, ein besonderes Auge auf eventuell fälschlich zurückgestellte Wahlbriefe zu werfen.“

Das habe soweit auch gut geklappt. Nur wenige Einzelfälle habe es gegeben. Durch die erhöhte Aufmerksamkeit der Mitarbeitenden habe man größeren Pannen vorbeugen können, so der Post-Sprecher.

Eine Stellungnahme der Stadt Dortmund wurde am Dienstagmittag angefragt und ist bis Redaktionsschluss dieses Artikels (Dienstag 18.30 Uhr) nicht eingegangen.

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