Zurück in die Vergangenheit - Mel Maroon belebt in Dortmund die 30er-Jahre

dzJazz-Band-Ball im Domicil

Halloween mal anders: Einen ganzen Abend lang gibt es im Domicil mit Swing und Jazz eine Zeitreise in die 30er-Jahre - und den vermeintlich ältesten Swing-Sänger der Welt..

von Ece Ugur

Dortmund

, 24.10.2019, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das rechte Bein nach vorne, eine kleine Umdrehung, dazu ein Partner und Jazz Musik - „Swing your Ding“ Mel Maroon kommt wieder für den Jazz-Band-Ball in das Domicil. Der Jazz-Künstler aus Chicago USA wird am kommenden Donnerstag (31.10.) von 20 Uhr bis 24 Uhr im Domicil (Hansastraße 7-11) auftreten.

Seit 14 Jahren füllt er mit etwa 350 Gästen einmal im Jahr die Tanzfläche des Domicils und animiert zum Lindy-Hop. Lindy Hop ist ein Swing-Tanzstil aus den 20er- und 30er-Jahren.

Neben dem Sänger werden auch „Bruce Ellison & The Jellodies“ auftreten. The Jellodies kombiniert Swing, Jive, Hot Jazz und Rhythm ’n Blues, mit einer Besetzung ähnlich Coles Trio, Basies Rhythm Section oder Willie Dixons Big Three Trio.

Besonderes Jahr - Besonderes Lied

Der begeisterte Jazz- und Swing-Liebhaber kommt zum 14. Mal ins Domicil. Ab 20 Uhr unterhält Maroon mit seiner Band die Besucher des Abends und eröffnet die Veranstaltung mit seinem selbstgeschriebenen Song „Sing Sing Sing“.

„Dieses Jahr ist ein ganz besonderes, denn meine zweite Tochter ist vor kurzem auf die Welt gekommen. Ich habe wie für meine erste Tochter, die bereits sieben Jahre alt ist, auch für mein Neugeborenes ein Song geschrieben „It had to be you“ mit dem ich am Donnerstag auftreten werde“, erzählt Maroon stolz.

Alterslos durch den Jazz

Er liebt und lebt Jazz, sagt Maroon, der sein Alter nicht verraten möchte. Auch wenn er seinen Jahrgang nicht verrät, soll er selbst die Zeiten des Jazz und Swing erlebt haben. Maroon staunt darüber, dass viele Menschen ihn für Mitte 30 halten. Er verrät, dass sein Alter nebensächlich ist und das die Einstellung im Leben das Geheimnis seiner ewigen Jugend sei.

Maroon lebt mit seiner Ehefrau Melanie Maroon und seinen beiden Töchtern Milly (7) und Meldrett Maroon (3 Monate) in Chicago oder so.

Mel Maroon ist ein sympathischer circa 1,78 Meter großer Mann. Er empfängt die Reporterin mit einem Handkuss und bietet mir den Stuhl neben einem großen schwarzen Flügel auf der Bühne an. Bevor der junggebliebene Künstler auf meine Fragen eingeht, singt er eine Strophe von „It had to be you“. Er trägt einen schwarzen Anzug mit weißem Hemd und schwarzer Fliege, eine schwarze eckige Brille und zurück gegelte Haare, die er zu einem Pferdeschwanz gebunden hat. Maroon hält das Gesangsmikrofon aus den 50ern sehr selbstbewusst mit einer Hand und versetzt mit seinen Liedern zurück in ein anderes Jahrhundert.

Bei der Veranstaltung gibt es keinen Dresscode, aber es gilt wie immer „Come as you are“.

Der Eintritt kostet 20 Euro (VVK) und 23 (AK). Gäste unter 19 Jahren haben freien Eintritt und Domicilcard-Members zahlen nur die Hälfte.

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