Zug bleibt wegen Maskenverweigerern 20 Minuten in Dortmund stehen

Dortmunder Hauptbahnhof

Wegen vier Frauen, die auf dem Weg zu einer Demo in Berlin waren, verzögerte sich die Weiterfahrt eines Fernzuges in Dortmund. Die Bundespolizei musste einschreiten.

Dortmund

, 03.08.2020, 15:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Frauen-Gruppe sorgte am vergangenen Freitag (31.7.) für eine Verzögerung des Bahnverkehrs am Dortmunder Hauptbahnhof. Sie weigerten sich, im Zug einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, weshalb die Bundespolizei einschreiten musste.

Die Einsatzkräfte wurden gegen 8 Uhr zu einem Zug des Anbieters „Flixtrain“ gerufen, wie die Bundespolizei in einer Pressemitteilung schreibt.

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Aufzeichnung mit Bodycams

Ein Zugbegleiter gab gegenüber der Bundespolizei an, dass sich vier Frauen weigerten Masken aufzusetzen. Auch der Aufforderung, den Zug zu verlassen, seien sie nicht nachgekommen, obwohl sie von der Weiterfahrt ausgeschlossen worden seien.

Als die Bundespolizei im Zug das Gespräch mit den Frauen suchte, hatten zwei von ihnen in der Zwischenzeit einen Mundschutz aufgesetzt.

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Eine 49-jährige Frau aus Viersen habe gegenüber der Bundespolizei angegeben, ein ärztliches Attest zu haben, das sie von der Maskenpflicht befreie. Später habe sich herausgestellt, dass sie ein solches Attest nicht habe.

Die Frauen waren laut Pressemitteilung unkooperativ und weigerten sich, den Zug zu verlassen. Als ihr Ton gegenüber den Beamten rauer geworden sei, haben die Polizisten die Bodycams eingeschaltet, um das Verhalten zu dokumentieren.

Reisende applaudieren

Letztendlich wurden die vier Frauen doch von der Bundespolizei aus dem Zug begleitet. Laut einem Sprecher der Bundespolizei haben die anderen Reisenden dabei applaudiert.

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Auf dem Bahnsteig sei es nur durch gutes Zureden möglich gewesen, die Identitäten der Frauen festzustellen. Die 49-Jährige aus Viersen, eine 55-Jährige aus Nettetal, eine 56-Jährige ebenfalls aus Viersen und eine 61-Jährige aus Wegberg erhielten außerdem einen Platzverweis für den Dortmunder Hauptbahnhof. Außerdem sei die Frauen-Gruppe über die Maskenpflicht in Bahnhöfen und Zügen informiert worden.

Der Flixtrain blieb wegen der Frauen mehr als 20 Minuten in Dortmund stehen. Es müsse nun zivilrechtlich von Flixtrain geprüft werden, ob die Frauen für die Verspätung aufkommen müssen.

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Laut eigenen Angaben waren die Frauen auf dem Weg nach Berlin, um an einer Demonstration teilzunehmen. Welche das gewesen sein könnte, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor. Am Samstag (1.8.) fand in Berlin allerdings eine große Anti-Corona-Demo mit mehreren tausend Teilnehmern statt – von denen nur wenige eine Maske trugen.

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