Zufahrt zur neuen Großbaustelle an der LWL-Klinik sorgt für Ärger

dzKrankenhäuser in Dortmund

Auf dem östlichen Gelände der LWL-Klinik in Aplerbeck soll saniert und neu gebaut werden. Nur, wie kommen die Baufahrzeuge zu der Baustelle? Anwohner befürchten das Schlimmste.

Aplerbeck

, 18.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Anwohner an der Allerstraße sind leidgeprüft. Die direkte Lage am Gelände der LWL-Klinik sorgt für reichlich Ärger. Es geht um die Parksituation in der kleinen Anwohnerstraße. Mitarbeiter der LWL-Klinik parken überall und nirgends.

Ein Problem, das die psychiatrische Klinik nur indirekt betrifft, hier ist eher das Ordnungsamt der Stadt Dortmund gefordert (ruhender Verkehr). Jetzt droht neue Ungemach - in Form einer Großbaustelle auf dem Klinikgelände und einer dazu nötigen Baustellenzufahrt.

Links der Fuß- und Radweg. Rechts, wo die Steine liegen, sollen bald Baufahrzeuge herrollen.

Links der Fuß- und Radweg. Rechts, wo die Steine liegen, sollen bald Baufahrzeuge herrollen. © Jörg Bauerfeld

Etwas, was die LWL-Klinik durchaus beeinflussen kann. Denn, um die Sanierung und einen dringend notwendigen Anbau an zwei Häusern (die Häuser 18 und 18) auf dem östlichen Klinikgelände zu realisieren, muss eine Baustraße her. Die soll südlich der Forensik von der Leni-Rommel-Straße abgehen und dann auf das Klinikgelände führen. Nachbarn sehen hier ein Problem. Denn in direkter Nachbarschaft der geplanten Baustraße verläuft ein Fuß- und Radweg, der nicht nur von Anwohnern der Allerstraße oft genutzt wird.

Gefährdung durch Baufahrzeuge

Die Angst vor einer Sichtbehinderung und die davon ausgehende Gefährdung für Fußgänger und Radfahrer durch Baufahrzeuge, die von der Leni-Rommel-Straße in Richtung Klinik-Gelände abbiegen, geht um.

Jetzt lesen

Die Anwohner fragen sich, warum eine zukünftige Straße für Baufahrzeuge nicht über die Zufahrt der Wilfried-Rasch-Klinik (Forensik) verlaufen könne. Die Straße sei da, breit genug und auch weit genug vom Fuß- und Radweg entfernt.

„Das ist die Hauptzufahrt zur Wilfried-Rasch-Klinik. Mit allen Sicherheitskriterien, die zu beachten sind“, sagt Prof. Dr. Hans-Jörg Assion (LWL-Betriebsleitung). Zudem sei genau vor der Klinik auch der Feuerwehrplatz. Es gäbe eine Reihe von Aspekten, die so eine Lösung nicht zulassen würde.

Jetzt lesen

Es wird also auf eine breite Baustraße von der Leni-Rommel-Straße hinauslaufen. Eine Lösung, die die LWL-Betriebsleitung schon während einer Bürgerinfoveranstaltung vorgestellt hat und für die es, laut LWL-Klinik, keine andere Option gibt. Aber es gibt Verbesserungen in der Planung, in der Anregungen durch die Anwohner aufgenommen wurden.

LWL zeigt sich geprächsbereit und bessert nach

Hier zeigt sich der LWL gesprächsbereit. Unumstößlich ist für die Verantwortlichen der LWL-Klinik aber die Tatsache, dass die Baustraße von der Leni-Rommel-Straße abgehen wird.

Aber, es wird nur eine kurze Zufahrt über „Nicht-LWL-Gelände“ geben, der Bauzaun werde offen gestaltet, sodass sich Baustellenfahrzeuge und Fußgänger gegenseitig sehen können. Die Zufahrt zur Klinik werde so breit gestaltet, dass dort auch wartende Baufahrzeuge stehen können, ohne den fließenden Verkehr auf der Leni-Rommel-Straße zu gefährden. Das einzig Negative sei, dass zwei Bäume gefällt werden müssten, so Prof. Assion. Was auch inzwischen schon geschehen ist.

Alte Gebäude von 1956

Aber warum sind die größeren Baumaßnahmen auf dem Klinikgelände überhaupt notwendig? Die beiden Häuser, um die es geht, sind 1956 gebaut worden und sind so nicht mehr zeitgemäß. Die beiden Häuser werden jetzt mit einem Neubau verbunden, in dem die neuen Patientenzimmer ihren Platz finden werden. Mit insgesamt 136 Betten.

Rund 10 Millionen Euro wird die Baumaßnahme am Ende kosten. Im Altbaubestand werden dann Büros und weitere Stationsräume untergebracht. Baubeginn soll im März, April 2020 sein, Fertigstellung 2021.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt