Geierabend

Zu gute Arbeit: Dortmunds Polizeipräsident verliert „Pannekopp“-Orden

Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange wurde 2014 mit dem satirischen „Pannekopp“-Orden „geehrt“. Doch jetzt entzog ihm der Macher des Geierabends den Preis. Der Grund: Dortmunds Nazi-Szene.
Der „Pannekopp-Orden“ ist ein satirischer Preis für negative Verdienste rund ums Ruhrgebiet. © picture alliance / dpa

„So ein Engagement sehen die Statuten des Ordens nicht vor. Gregor Lange, es tut uns leid. Sie sind ab sofort kein Pannekopp mehr.“

Mit diesen Worten begründet Steiger Martin Kaysh in einem Video auf der Facebook-Seite des Alternativkarnevals Geierabend die Entscheidung, dem Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange den Pannekopp-Orden 2014 zu entziehen.

Dortmunder Polizeipräsident für negativen Verdienst ausgezeichnet

Die 28 Kilogramm schwere Trophäe ist ein satirischer Preis für negative Verdienste ums Ruhrgebiet. Vor sechs Jahren hatten ihn über 16.000 Zuschauer des Geierabends zum „Sieger“ der Trophäe gekürt.

Der Polizeipräsident von Dortmund, Gregor Lange war 2014 mit dem Pannekopp-Orden ausgezeichnet worden. Beim Geierabend 2021 wurde ihm dieser Preis aufgrund seines Engagements wieder entzogen. © picture alliance / dpa © picture alliance / dpa

Der Grund war der Sturm der örtlichen Naziszene auf das Dortmunder Rathaus am Abend der Kommunalwahl. Damals habe die Polizei keinen glücklichen Eindruck gemacht, heißt es in einer Pressemitteilung des Geierabend. Satirisch habe der misslungene Polizeieinsatz als Förderung des auch touristisch interessanten Alleinstellungsmerkmals Dortmunds als „Nazihochburg Deutschlands“ gegolten.

Einfluss der Rechtsradikalen in Dortmund gehe zurück

Das habe sich seit 2014 aber geändert und der Einfluss der Rechtsradikalen würde geringer werden.

Das führen die Anarchokarnevalisten auch auf die Dortmunder Polizei unter Lange zurück. Daher wurde dem Polizeipräsidenten der Orden jetzt aberkannt.

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