Zurück zum Kita-Alltag: Kita-Leiterin Sandra Brüggemann (Mitte) und Mitarbeiterin Maria Berse (r.) mit Jugenddezerntin Daniela Schneckenburger bei ihrem Besuch in der Kita Berliner Straße. © Oliver Volmerich
Kinderbetreuung und Corona

„Zeit und Ruhe“: Dortmunder Kita-Leiterin sieht auch Positives in der Krise

Ein Jahr im Ausnahmezustand zwischen Not- und Pandemie-Betrieb haben die Kitas in Dortmund erlebt. Eine Kita-Leiterin erzählt, wie die Kinder das verarbeitet haben und blickt in die Zukunft.

Es ist außergewöhnlich ruhig in der Fabido-Kita an der Berliner Straße beim Besuch von Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger und Fabido-Geschäftsführer Daniel Kunstleben an einem Donnerstagmittag. Beide stellen in der Kita den Fabido-Geschäftsbericht Kita-Betriebs vor.

Die Ruhe liegt aber vor allem daran, dass der Kita-Betrieb noch immer nicht mit voller Kraft läuft, viele Kinder noch oder schon wieder zuhause sind. „Eingeschränkter Regelbetrieb“ nennt sich der aktuelle Zustand. Die Auslastung der Fabido-Kitas liege aktuell im Schnitt bei etwa 75 Prozent, schätzt Kunstleben. „Im Süden etwas mehr, im Norden etwas weniger.“

Immer neue Anforderungen

Auch sonst prägt Corona den Kita-Alltag. In den Gruppen müssen zwar keine Masken getragen werden, es gelten aber strenge Hygieneregeln und eine strikte Gruppentrennung.

„Es ist eine sehr herausfordernde Zeit“, berichtet Kita-Leiterin Sandra Brüggemann. Aber man konnte sich organisatorisch immer schnell auf neue Anforderungen einstellen. „Wir hatten immer Unterstützung“, stellt sie fest.

Die Sorge, dass die Corona-Bedingungen für die Kinder belastend wirken könnten, hätten sich nicht bestätigt. „Die Kinder hatten in der Regel überhaupt keine Probleme damit“, berichtet die Kita-Leiterin. „Die können sich ganz schnell auf Neues einstellen.“ Die Corona-Regeln habe man gut spielerisch vermitteln können.


Mitarbeiterin Maria Berse, die in der Fabido-Kita Berliner Straße für die Sprachförderung zuständig ist, kann der Zeit trotz aller Belastungen sogar etwas Positives abgewinnen.

„Wir konnten intensiver mit den Kindern, die da waren, arbeiten“, berichtet sie. „Und wir hatten Zeit und Ruhe Neues auszuprobieren, dass sich jetzt im Alltag gut bewähren kann.“

Der Alltag soll bald wieder einkehren. In der Kita freut man sich jetzt sehr auf die Rückkehr zum Regelbetrieb ab dem 7. Juni. Dann wird wieder die volle Betreuungszeit angeboten und vor allem die strenge Gruppentrennung aufgehoben.

„Das gruppenübergreifende Arbeiten hat uns gefehlt“, sagt Sarah Brüggemann. „Wir bekommen endlich wieder ein Stück weit Normalität. Und ich freue mich, alle Kinder wiederzusehen.“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
Zur Autorenseite
Oliver Volmerich

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.