Zahlende Mengeder kannte man schon im Mittelalter

Straßennamen

Adalmund und Rigwin: zwei Namen, die ins frühe Mittelalter verweisen. Und die zwei Straßen im Zentrum von Mengede ihren Namen gegeben haben.

Mengede

, 01.09.2019, 20:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zahlende Mengeder kannte man schon im Mittelalter

Die Rigwinstraße liegt im Zentrum von Mengede, direkt am Saalbau und damit ganz nahe am Mengeder Markt. © Irene Steiner

Viel ist nicht bekannt von den beiden Namensgebern, außer dass sie wohl gesichert gelebt haben. Denn auch wenn man nichts über ihr Leben und Schaffen mehr weiß, dass sie zahlen mussten ist höchsturkundlich verbrieft. Im Urbar (Heberegister) der Abtei Werden wird der Mengeder Bürger und Grundbesitzer Adalmund um 880 bis 884 erwähnt.

Zahlende Mengeder kannte man schon im Mittelalter

Auch die Adalmundstraße liegt im Zentrum von Mengede. © Irene Steiner

Im gleichen Zeitraum wird auch der arme Rigwin aufgeführt, der ebenfalls zahlen musste. Das Urbar war ein Verzeichnis über Besitzrechte einer Grundherrschaft. Darin war auch festgehalten, was die Untertanen zu zahlen hatten. Und darin waren nun auch die Ansprüche belegt, die die Abtei an Bürger aus Mengede hatte. Es hatte eine grundlegende Bedeutung, weil sie im Streitfall auch vor Gericht eingesetzt wurden.

Erste Besiedlung noch vor Christi Geburt

Doch das ist nicht der Beginn der Ansiedlung von Menschen im Mengeder Bereich. Erste Besiedlungen in diesem Raum sind schon für die keltische Zeit zwischen 500 und 200 vor Christus archäologisch nachgewiesen. Mengede gehört damit zu den ältesten besiedelten Regionen im Emscherraum.

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