Am neuen Kaiserquartier wird schon gebaut. Und auch 2021 gibt es Aussicht auf viele Wohnungsneubauten. © Hans Blossey
Wohnungsbau

Zahl der erteilten Baugenehmigungen für Wohnungen in Dortmund steigt

Die Corona-Pandemie scheint den Wohnungsbau in Dortmund nicht zu bremsen. Wie viele Baugenehmigungen für neue Wohnungen die Stadt Dortmund 2020 erteilt hat, ist erfreulich.

Den Bau von 2000 neuen Wohnungen hat sich die Stadt als Ziel gesetzt, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Und das hat man im vergangenen Jahr fast erreicht.

Im Jahr 2020 wurden 1922 Baugenehmigungen erteilt, gab die Stadt Dortmund unlängst bekannt. Zu verdanken ist die Erfolgsbilanz einem echten Endspurt im letzten Quartal des Jahres.

Denn bis September meldete der Landesbetrieb IT.NRW als Statistisches Landesamt für Dortmund noch einen Rückgang bei den erteilten Baugenehmigungen. Jetzt liegt man sogar um 2,2 Prozent über dem Vorjahresergebnis. 2019 gab es 1881 Baugenehmigungen für neue Wohnungen.

Klar ist: „Baugenehmigungen reichen nicht, es muss auch umgesetzt werden“, wie die Stadt selbst feststellt. Die hohe Genehmigungszahl lasse aber immerhin darauf hoffen, dass auch viel gebaut wird. Zahlen, wie viele Wohnungen im Jahr 2020 tatsächlich fertiggestellt wurden, werden erst für Ende Mai von IT.NRW erwartet.

Dortmund ist für Investoren attraktiv

Eine Rolle spiele dabei auch immer die Frage, wie viel die Bauwirtschaft umsetzen kann, heißt es in der Bilanz der Stadt. Immerhin zeige die hohe Zahl an Baugenehmigungen für 2020 aber, dass Dortmund für Investoren in den Wohnungsmarkt ein attraktiver Standort sei. Dabei liege aktuell ein deutlicher Schwerpunkt im Mehrfamilienhausbau.

Nicht zuletzt reagierten die Wohnungswirtschaft, Projektentwickler und private Investoren auf die weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnraum in Dortmund. „Mein Ziel ist es, 20.000 neue Wohnungen in den nächsten 10 Jahren zu bauen“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Westphal. „Dem Ziel sind wir mit den 1922 Baugenehmigungen im Jahr 2020 ein gutes Stück näher gekommen. In den nächsten Jahren müssen wir aber noch eine Schippe drauf legen.“

Studierenden-Wohnungen relativieren Erfolg

Zu Beginn des Jahres hatte die Stadt schon stolz vermeldet, dass sie im Jahr 2020 43 Millionen Euro an Wohnbau-Fördermitteln des Landes für 799 Wohneinheiten abschöpfen konnte – 4 Millionen über das eigentlich eingeräumte Globalbudget hinaus. Die Zahlen relativieren sich allerdings durch die Tatsache, dass von den 799 Wohneinheiten 561 Studenten-Appartements in Wohnheimen des Studierendenwerks sind, die saniert werden.

Mit der Zahl von 80 geförderten Neubau-Maßnahmen lag man dagegen deutlich unter dem Schnitt von sonst etwa 200 Wohneinheiten im Jahr. Dabei ist gerade der Mangel an gefördertem und preiswertem Wohnraum ein besonderes Problem auf dem Dortmunder Wohnungsmarkt.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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