Wohnraum schaffen: Dogewo-Anlage könnte aufgestockt werden

dzWohnungsbau in Dortmund

Wohnraum ist in Dortmund immens knapp. In jede Baulücke werden Neubauten gequetscht. Die Dogewo hat einige ihrer Immobilien einfach aufgestockt. Ist das auch eine Idee für den Süden?

Sölde

, 29.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Schule ist es verboten, abzuschreiben. Im wirklichen Leben dagegen kann man gute Ergebnisse durchaus vervielfältigen. Und eine dieser guten Ideen, die von der Dortmunder Wohnungsgesellschaft Dogewo 21 ersonnen wurde, könnte jetzt auch im Dortmunder Süden für mehr bezahlbaren Wohnraum sorgen.

Es geht um das Aufstocken des bestehenden Bestandes um je ein Stockwerk. Ute Mais, CDU-Ratsmitglied, hat diese Idee nun bei der Dogewo-Wohnanlage in Sölde an der Straße Am Kapellenufer ins Spiel gebracht.

Acht große Wohnblöcke gibt es in Sölde

Acht größere Wohnblöcke stehen hier an der östlichen Seite der Straße. „Wenn man aus den Giebeln der Häuser jeweils eine Wohnung durch Aufstocken machen würde, also ein Flachdach, dann gäbe es in Sölde einiges an Wohnraum mehr“, sagt Ute Mais.

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Auf die gesamte Wohnanlage heruntergebrochen wären es dann 84 neue Wohnungen. Und das, ohne einen Grashalm zu vernichten. Begonnen hat die Dogewo 21 mit dem Ausbau der bestehenden Häuser 2018 an der Straße Am Gansmannshof in Berghofen.

In Körne werden gerade Häuser umgebaut

Dort sind vier Häuser der Dogewo 21 aufgestockt worden und so vier neue Wohnungen entstanden. Dasselbe Prinzip soll nun auch am Massener Weg in Körne für mehr Wohnraum sorgen. Die bislang zweigeschossigen Häuser bekommen ein weiteres Geschoss anstelle des Spitzdaches.

18 neue Wohnungen à 55 Quadratmeter entstehen so. Im Frühjahr 2021 soll alles fertig und beziehbar sein. Also, warum nicht in Sölde? „Wir brauchen doch Wohnraum. Das macht hier auch Sinn. Die Häuser liegen auch in Schulnähe, die Infrastruktur stimmt. Also bestens geeignet für junge Familien“, sagt Ute Mais.

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Umsetzbar wäre der Umbau in Sölde. Laut Bebauungsplan würde das Geschoss mehr hergeben. „Es wird für die Mieter, die jetzt hier wohnen, natürlich Einschränkungen geben“, vermutet Mais. Schließlich kann man keinem Mieter zumuten in einem Haus zu wohnen, das ein neues Stockwerk bekommt. „Wie das dann umgesetzt wird, muss die Dogewo 21 mit ihren Mietern klären“, so Ute Mais.

Auch schon eine Idee für mehr Parkraum

Ute Mais hat sich auch schon Gedanken über mögliche neue Stellplätze für die Autos der neuen Mieter gemacht. So gibt es an den Stirnseiten der Häuserblöcke, zur Straße Am Kapellenufer, noch einige „tote Rasenflächen“. „Hier könnte man mit Rasengittersteinen noch Parkraum schaffen“, sagt Mais.

Man wolle jetzt mit dem Wohnungsunternehmen das Gespräch suchen und schauen, ob sich die Idee mit dem Aufstocken des Bestandes nicht auch in Sölde umsetzen lässt.

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