Einmal pro Woche soll sich jeder Bundesbürger mit einem Schnelltest kostenlos auf Corona testen lassen können. © dpa
Corona-Lockerungen

Wo es in Dortmund kostenlose Corona-Schnelltests geben soll

Langsam zeichnet sich ab, wo man in Dortmund kostenlose Corona-Schnelltests machen kann und das Ergebnis bescheinigt bekommt. Das Land hat vorläufige Vorgaben gemacht - an der Umsetzung hapert es.

Mindestens einmal pro Woche soll jeder Bundesbürger sich ab sofort kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. So hat es der Bund beschlossen. Wie dieses Angebot umgesetzt wird, dazu gibt es jetzt erste Vorgaben des Landes

Danach sollen unter anderem Apotheken, private Testzentren und andere Anbieter, die schon bisher Corona-Schnelltests durchgeführt haben und bestimmte Mindestanforderungen erfüllen, schon ab diesem Montag (8.3.) auch die neuen, kostenlosen Schnelltests anbieten und abrechnen können.

Test-Nachweis elektronisch oder auf Papier

Die „Beauftragung“ durch das Land gilt zunächst für eine Woche. Ab dem 15. März soll es dann Aufträge durch die Gesundheitsämter der Kommunen geben. Die Kosten für die Testungen werden den Teststellen nach den Regelungen des Bundes erstattet, teilt das Land mit. Bürgerinnen und Bürger erhalten vor Ort einen Nachweis über das Testergebnis, entweder elektronisch oder in Papierform.

„Wir arbeiten gemeinsam mit den Kommunen mit Hochdruck daran, die ortsnahe Teststruktur landesweit flächendeckend für absehbar steigende Bedarfe so auszubauen, wie der Beschluss der Ministerpräsidenten dies bis Anfang April vorsieht“, erklärte NRW-Gesundheitsminister Laumann.

Stadt Dortmund: „Es gibt noch keine Lösung“

Er wisse, dass viele Kommunen, Apotheken und andere Anbieter schon in den Startlöchern stünden und nur auf die Rechtssicherheit aus Berlin gewartet hätten. Mit den Startlöchern ist es in Dortmund aber noch nicht so weit her. „Es gibt noch keine Lösung“, erklärte Stadtsprecherin Anke Widow am Montagnachmittag auf Anfrage.

Anders ist es etwa im Kreis Borken und in den Städten Dorsten, Werne, Hagen und Bochum. Im Kreis Borken bietet das Rote Kreuz seit diesem Montag kostenlose Corona-Schnelltests an verschiedenen an. In Dorsten startete am Montagmittag ein Testzentrum. In Hagen sind an gleich neun Stellen kostenlose Tests möglich, in Bochum ab Dienstag in einem Testzentrum in Bochum-Harpen.

Nach der vom Land am Montag erlassenen Allgemeinverfügung soll es kostenlose Schnelltests ab sofort eigentlich bei Ärzte und in Testzentren, die von den kassenärztlichen Vereinigungen oder den kommunalen Gesundheitsämtern betrieben werden, geben.

Möglich sein sollen Tests auch in Apotheken und privaten Testzentren, die schon bisher Testungen angeboten haben und bestimmte Mindeststandards erfüllen.

Private Testzentren sind bereit

In den privaten Testzentren ist man dazu bereit: Daniela Reich von der „Akademie für Arbeitssicherheit/Erste Hilfe Dortmund“ hoffte schon Ende vergangener Woche, dass die Stadt die Aufgabe auch an private Testzentren verteilt und nicht nur an die eigenen Testzentren. „Wir bereiten uns seit dem 15. Februar darauf vor, sitzen in den Startlöchern und warten darauf, dass Bund, Land und die Kommune die Organisation hinbekommen.“

Auch Marcus Boxler, operativer Leiter des Covid-Zentrums im Konzerthaus, hatte erklärt, dass an allen Standorten, an denen das Covid-Zentrum vertreten ist, man bereit sei, mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten, um die notwendigen Kapazitäten bereitzustellen.

Der operative Leiter des Testzentrums am Flughafen, Sven Stute, ist auf alle Eventualitäten vorbereitet, weiß aber nur eines: „Es muss alles schnell gehen.“ Er glaubt, dass es ohne die privaten Testzentren nicht gehen wird. „Es ist unmöglich, solche Massen ohne die Privaten zu testen.“ Man habe sich mit genug Testkits eingedeckt und könne die Zahl der Testkabinen gegebenenfalls erweitern, so Stute.

Im Corona-Schnelltest-Zentrum von fünf City-Apotheken sollen ab diesem Dienstag zumindest für diese Woche kostenlose Schnelltests angeboten werden.

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Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich
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Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle

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