Wird Dortmund neue Tomaten-Hauptstadt?

Vielfalt fürs Klima

Ab sofort kann sich jeder Dortmunder den Traum eines Bio-Gemüsegartens erfüllen. Damit hilft er sogar Dortmunds Natur.

Mitte

, 13.03.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Stadt verteilt kostenlos Tomatensaat, um die Umwelt zu stärken. Joachim Müller zeigt das Faltblatt mit dem Saatgut.

Die Stadt verteilt kostenlos Tomatensaat, um die Umwelt zu stärken. Joachim Müller zeigt das Faltblatt mit dem Saatgut. © Aleyna Ceylan

„Saatgut For Future“ - so lautet das unausgesprochene Motto der Stadt zurzeit. Das Klimaschutzteam des Umweltamts verteilt nämlich frei nutzbares, nachhaltiges Saatgut für Tomaten.

Zusammen mit dem Acker der Solidarischen Landwirtschaft Kümper Heide hat das städtische Umweltamt spezielles Saatgut der Tomatensorte „Sunviva“ geerntet.

Wer also in diesem Jahr seinen eigenen Gemüsegarten anlegen möchte, kann sich kostenloses Saatgut beim Dienstleistungszentrum Energieeffizienz und Klimaschutz in der Berswordt-Halle abholen.

Saatgut für ökologische Vielfalt in Dortmund

In Zeiten der Globalisierung legen Saatgutfirmen international eine einheitliche Saatauswahl fest. Dadurch wird die Saat aber sehr anfällig für Umwelteinflüsse und bietet kaum eine Vielfalt an Pflanzen.

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Meistens handelt es sich dabei um Samen, aus dessen Pflanzen keine weitere Saat gewonnen werden kann. Landwirte müssen so immer wieder neue Saat kaufen.

Das Saatgut des Umweltamts Dortmund unterliegt keinen Richtlinien und ist auch für weitere Pflanzengenerationen fruchtbar.

So können beim Anbau sowohl regionale Unterschiede als auch klimatische Veränderungen berücksichtigt werden. Die Saat passt sich an sämtliche Klimabedingungen an. Damit soll vor allem die ökologische Diversität in Dortmund wieder gestärkt werden.

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