Winterdienst im Hochsommer: Salzwasser gegen Hitzeschäden im Asphalt?

dzStraßenschäden

In Recklinghausen prüft man den Einsatz von Sole gegen Straßenschäden bei Hitze. Auch eine Möglichkeit für Dortmund, um den Asphalt vor Schäden zu schützen? Das sagt die Stadt.

Dortmund

, 26.07.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die neuesten Temperaturrekorde lassen die Stadt Recklinghausen Unkonventionelles ausprobieren. Sie aktiviert testweise den Winterdienst. Sinn ist zu ergründen, ob man den Asphalt mit Sole vor Hitzeschäden schützen kann; denn Asphalt ist bei großer Hitze besonders anfällig. Er kann aufbrechen und Dellen bekommen.

Das Salz, nicht in Form von Streusalz, sondern Sole, entzieht der Luft die Feuchtigkeit. Ein kühler Film entsteht auf dem Asphalt und schützt somit den Straßenbelag. In den Niederlanden wird diese Methode bereits eingesetzt.

Keine akute Gefahr für die Straßen

In Dortmunds Straßen gibt es bereits viele Schlaglöcher, die vor allem im Winter entstehen. Schlecht wäre, wenn bei der Hitze noch weitere hinzukämen. Die Stadt denke aber nicht über eine Aktion wie in Recklinghausen nach, sagt Stadtsprecher Maximilian Löchter auf Nachfrage.: „Unsere Asphaltmaterialien sind auf große Temperaturspannen ausgelegt, so dass keine akute Gefahr gegeben ist.“ Bislang seien in Dortmund keine Fahrbahnschäden aufgrund der aktuellen Witterung aufgetreten.

Zudem würde ein Salzeinsatz im Sommer neben der aktuellen Trockenheit zu weiteren Belastungen für Pflanzen und Bäume entlang der Straßen führen, so Löchter. Und das gelte es, unbedingt zu vermeiden.

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