Wildpinkler: Dortmunder sehen Probleme vor allem am BVB-Stadion

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Unsere „Klare Kante“-Kolumne zum Thema Wildpinkler ruft zahlreiche Reaktionen hervor: Vor allem auf Facebook wird das Thema heiß diskutiert. Das sagen die Dortmunder.

Dortmund

, 15.07.2019, 17:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn die Fans zum Signal Iduna Park strömen, drückt das Bier häufig schon auf die Blase. Dann heißt es Rudelpinkeln statt Rudelgucken. 25 Euro kostet diese Ordnungswidrigkeit. Wer nicht bezahlen will, zahlt mehr als das Doppelte. Das hält die Wildpinkler jedoch offenbar selten davon ab, sich den Weg zum Dixi zu sparen, wie die Facebook-Reaktionen auf unsere „Klare Kante“-Kolumne zum Thema Wildpinkeln zeigen:

„Dortmund hat kein Pinklerproblem, Dortmund hat ein Toilettenproblem. Wo auch immer große Menschenmengen zusammenkommen, gibt es zu wenige Toiletten. Das Problem potenziert sich bei Veranstaltungen mit einem erhöhten Getränkekonsum. Stellt lieber ausreichend Dixies auf als Leute, die in Not in die Büsche pinkeln, zu geißeln“, lautet eine Reaktion.

Doch mehr Dixis sind auch keine Lösung, findet eine Leserin:

„Die Leute pinkeln sogar direkt neben das Dixi Klo, weil sie da nicht drauf wollen. Ist Ihnen zu unsauber. Dann stehen sie aber lieber im Urin der anderen und pinkeln wild.“

Das beobachtete auch schon ein anderer Leser. Er fühle sich an das Revierverhalten von Hunden erinnert. Und er erzählt von anderen Erlebnissen, die den Eindruck noch unterstreichen: „Sieht man auch auf Rastplätzen der Autobahn. Erst pinkeln Schalker wild auf die Wiese und dann kommt ein Bus mit Borussen. Die stellen sich dann in den Urin der Schalker und pinkeln da auch hin. Echt eklig. Erinnert alles so ein bisschen ans „markieren“.“

„Lasst die Leute doch pinkeln!“

Manche sehen jedoch kein Problem, sondern fordern Pinkel-Freiheit für alle:

„Lasst einfach die Leute in Frieden zum Stadion gehen, singen, feiern und hinpinkeln wo sie wollen! Das wird die Umwelt am Stadion schon alle 14 Tage verkraften! Hier werden wieder „Probleme“ heraufbeschwört, die gar keine sind! Und dass hier 100% Frauen sind, die sich beschweren, ist klar!“ Das ist übrigens so nicht richtig - unter den Lesern, die kritischen Anmerkungen machen, ist auch ein Mann (Stand: 15.7., 17 Uhr).

Manch einer ist weniger pikiert, sondern bringt kreative Vorschläge ein:

„Wie wärs denn mal mit ner Pissrinne? Ist ja nun kein Geheimnis, dass wie wild gepinkelt wird! Analog zur längsten Theke der Welt, könnte Dortmund die längste Rinne bekommen“, lautet ein Vorschlag.

Und auch die Umwelt sollte bei diesem Thema beachtet werden, findet ein weiterer Leser - auch wenn die Einlassung sicher nicht bierernst gemeint ist: „Bier verursacht außer einem vermehrten Harntrieb auch noch Blähungen. Was sagt das Klimabündnis Dortmund dazu? Probleme über Probleme...“

(Fehler in den Zitaten stammen aus den Originalen, Anmerkung d. Red.)

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