Wiedereröffnung des Café Blickpunkt in Lütgendortmund ist ungewiss

dzTraditionsgaststätte

Die Pächter des Café Blickpunkt in Lütgendortmund haben wegen der Corona-Krise aufgeben müssen. Inhaber Wilhelm Mohrenstecher rechnet mit einer langen Suche nach einem Nachfolger.

Lütgendortmund

, 18.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nur wenige Tage vor den ersten Corona-Lockerungen im Mai wurde das Café Blickpunkt im Ortskern von Lütgendortmund geschlossen. Für einen Neustart nach dem Ende des Shutdowns fehlte Pächter Kai Schmidt (50) nach eigenen Angaben sowohl wirtschaftlich als auch gesundheitlich die Kraft.

„Ich war bereit, die Miete bis zum Ende des Jahres auszusetzen“, sagt Vermieter Wilhelm Mohrenstecher, aber für den Pächter ging es nicht mehr. Momentan verhandeln die beiden über einen Auflösungsvertrag. Der Mietvertrag wäre noch zwei Jahre lang gelaufen.

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Mit dem Ende der Verhandlungen mit Kai Schmidt rechnet Wilhelm Mohrenstecher, der auch noch das Reformhaus Zimmermann führt, in der kommenden Woche. Dann könne er mit der Suche eines Nachfolgers beginnen.

Kein Frühstück oder Kaffeetrinken

Doch Mohrenstecher rechnet nicht damit, das Café Blickpunkt schnell vermarkten zu können. Weil in der Corona-Krise der Großteil der Gastronomen ums wirtschaftliche Überleben ringt, rechnet Mohrenstecher nicht mit vielen Bewerbern, die ins Geschäft neu einsteigen wollen.

Wilhelm Mohrenstecher vor dem Café Blickpunkt: Er selbst wird das Café nicht mehr betreiben.

Wilhelm Mohrenstecher vor dem Café Blickpunkt: Er selbst wird das Café nicht mehr betreiben. © Beate Dönnewald (Archiv)

Stammbesucher des Cafés werden auf unbestimmte Zeit ihr Frühstück oder ihren Nachmittags-Kaffee woanders bestellen müssen.

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Bevor Mohrenstecher 2019 verpachtete, betrieb er das Café Blickpunkt jahrzehntelang selbst. Diese Arbeit wieder aufzunehmen, kommt für ihn aus Altersgründen aber nicht infrage.

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