Wie geht es weiter mit dem möglichen Burger King an der B1?

dzBurger King B1

Kommt eine Filiale von Burger King an die B1 oder nicht? Die vier wichtigsten Fragen und Antworten zum aktuellen Stand des Projektes, zu dem sich Burger King jetzt zurückhaltend äußert.

Gartenstadt

, 23.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Seit im September 2017 bekannt wurde, dass Burger King einen neuen Anlauf startet, um eine Filiale an der B1 in Nachbarschaft zum Parkhotel Wittekindshof zu errichten, wehren sich die Anwohner dagegen. Jetzt kommt etwas Bewegung in die Sache. Die Stadt gibt Details bekannt, Burger King hält sich jetzt bedeckt - und die Anwohner haben noch offene Fragen.

? Worum geht es hier eigentlich? Die Schloss Burger GmbH, die als Franchisenehmer bundesweit mehr als 100 Burger-King-Filialen betreibt, will ein Schnellrestaurant mit Drive In direkt an der B1 eröffnen. Dort, wo an der Ecke Westfalendamm/Detmar-Mülher-Straße seit Jahren eine Brachfläche ist. Das Unternehmen hatte es schon 2016 probiert, damals aber den Bauantrag zurückgezogen. Im Herbst 2017 begann der aktuelle Vorstoß. Die Anwohner wehren sich gegen die Pläne von Burger King, sie wenden sich regelmäßig an die Politik und die Verwaltung. Zudem haben sie in einer Online-Petition und über eine Auslage in der Umgebung mehr als 1000 Unterschriften gesammelt, die sie am Donnerstag (18.4.) an die Fraktionen, die Verwaltung und Oberbürgermeister Ullrich Sierau schickten.

? Was sagen Burger King und die Stadt? Bisher hat Burger King auf Anfrage immer bestätigt, dass der Bau an dieser Stelle weiter geplant sei. In der jüngsten Beantwortung auf Anfrage dieser Redaktion ließ Burger King diesen Punkt unkommentiert. Stattdessen heißt es in der schriftlichen Antwort: „Burger King verfolgt eine langfristige Expansionsstrategie. Mögliche Investitionsstandorte werden daher internen Prüfungen unterzogen. Gegebenenfalls finden im Vorfeld auch Verhandlungen mit möglichen Vertragspartnern an interessanten Standorten statt. Über laufende Prüfungsverfahren gibt das Unternehmen aus Rücksicht auf alle Beteiligten keine Informationen weiter.“

Wie geht es weiter mit dem möglichen Burger King an der B1?

Hier, an der Ecke B1/Detmar-Mülher-Straße, soll eine Filiale von Burger King entstehen. © Oliver Schaper



Die Stadt Dortmund äußerte sich auf Anfrage zum aktuellen Planungsstand. Stadtsprecher Christian Schön bestätigte, dass zu überarbeitende Verkehrs- und Lärmgutachten von Burger King mittlerweile vorlägen. Zudem gab er Details für einen möglichen Betrieb bekannt: „Geplant ist eine Gaststätte in dreigeschossiger Bauweise mit 25 Stellplätzen, Erschließung vom Westfalendamm, mit umlaufender Lärmschutzwand und einer Betriebszeit bis 22.30 Uhr.“

? Was tut die Politik? Die beiden Anwohner Jutta Bogdanski und Daniel Bläser sind seit Monaten quasi in jeder Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Innenstadt-Ost und äußern sich in der Einwohnerfragestunde. „Wir wollen nicht allein gelassen werden“, sagte Bogdanski in der Sitzung am 12. März, wo sie erneut stellvertretend für ihre Nachbarn die Sorgen um zusätzliche Lärm- und Verkehrsbelastung äußerte. Zudem haben sich die Anwohner an den Beschwerdeausschuss der Stadt gewandt. Bislang ohne durchschlagenden Erfolg.

Wie geht es weiter mit dem möglichen Burger King an der B1?

Anwohner Daniel Bläser © Oliver Schaper



Auch im nicht-öffentlichen Teil der BV-Sitzung war Burger King schon Thema. Allerdings auch hier ohne konkretes Ergebnis. Die Bemühungen der Anwohner haben sich aber trotzdem gelohnt. Denn nach Informationen dieser Redaktion soll ein Berichterstatter der Verwaltung in die BV-Sitzung am 14. Mai kommen und sich den Fragen der Politiker stellen. Die BV wird allerdings kein Mitspracherecht bei der Umsetzung der Burger-King-Pläne haben. Denn laut Stadtsprecher Christian Schön sei das Vorhaben bebauungsplankonform. Wäre es das nicht, müsste die Bezirksvertretung einer Änderung erst zustimmen.

? Was sagen die Anwohner? Die kämpfen zunächst weiter - und sind weiterhin enttäuscht darüber, mit offenen Fragen zurück zu bleiben. „Wir haben vieles angefragt und hinterfragt, wir wurden aber in keinen Prozess mit einbezogen“, sagt Anwohner Daniel Bläser. Auch von einer frühzeitigen Beteiligung, die über das Baugesetzbuch geregelt ist, sei nichts zu sehen. „Wir haben nicht das Gefühl, dass sich jemand dafür interessiert“, sagt Bläser.

Lesen Sie jetzt