Wie Farbe und Licht die Arkaden an der Rheinischen Straße verschönern sollen

dzStadterneuerungs-Projekt

Im Union-Viertel hat sich in den vergangenen Jahren vieles zum Besseren verändert. Nun soll auch die Rheinische Straße zwischen Heinrichstraße und Unionstraße noch schöner werden.

Unionviertel

, 22.05.2019, 11:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei Regenwetter wird richtig deutlich, dass Arkaden durchaus Vorteile haben. Ohne nass zu werden kann man an den Schaufenstern entlangbummeln. Schade nur, dass der Arkadengang an der Rheinischen Straße bislang wenig ansehnlich ist. Doch das soll sich bald ändern. Denn die Arkaden werden kräftig aufgehübscht – als finales Projekt des Stadterneuerungsprogramms West im Quartier Rheinische Straße.

Das Interesse daran ist groß, wie die Zahl der Gäste beim Start der Malerarbeiten zeigte. Die Ortspolitik war ebenso vertreten wie Anwohner und Eigentümer. Denn sie alle haben an dem Projekt mitgewirkt.

Planung mit Eigentümern und Anwohnern

„2013 gab es schon einen ersten Gestaltungsworkshop“, erinnert sich Karen Martens, Projektleiterin im Amt für Stadterneuerung. Dass es bis zum Start der Umgestaltung so lange gedauert hat, hat seinen Grund. 13 Hauseigentümer an der Südseite der Rheinischen Straße zwischen dem Heinrich-Schmitz-Platz nahe der Stadtbahnhaltestelle Rheinische Straße und Heinrichstraße wurden beteiligt.

„Wir mussten die Ideen mit allen abstimmen“, erklärt Karen Martens.

Unter der Regie von Architekt Marco Budeus waren Eigentümer und Mieter in den ganzen Planungsprozess eingebunden, haben Vorschläge gemacht, Muster und Farben ausgewählt.

Hell und freundlich

Eine „helle und freundliche Atmosphäre“, verspricht Budeus nun. Die Entscheidung fiel auf grüne Farbtöne. Die Arkaden bekommen damit innen und außen einen neuen Anstrich von den Pfeilern bis zur Decke. Der Fußboden soll am Ende wie ein Teppich wirken, kündigt Susanne Linnebach als Leiterin des Amtes für Stadterneuerung an. Später sollen die Säulen auch kreativ gestaltet werden.

Außerdem bekommen die Arkaden eine neue, einheitliche Beleuchtung und nach außen ein Leuchtband als „Hingucker“. 520.000 Euro fließen für Farb- und Lichtgestaltung aus Stadterneuerungsmitteln.

„Das gibt der ganzen Häuserzeile auch nach außen ein ganz anderes Erscheinungsbild“, freut sich Heike Schürmann als eine der beteiligten Eigenümerinnen. Sie selbst kündigt ebenfalls Investitionen an ihrer Immobilie an. Denn die Farbgestaltung im Rahmen des Stadtentwicklungsprojekts endet im ersten Obergeschoss.

Private Eigentümer investieren

Öffentliche und private Investitionen sollen sich ergänzen. „Die Eigentümer haben verstanden, dass es jetzt los geht und fangen jetzt selbst an, zu verschönern“, stellt Karen Martens erfreut fest.

Geplant ist auch ein einheitliches Werbekonzept für die hier ansässigen Läden, viele davon mit asiatischer Prägung. Und es soll einheitliche Blumenkübel aus Holz statt aus Beton geben. Bepflanzt mit Bambus.

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