Wie Corona für einen Biergarten am Bruchheck in Hörde sorgt

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Es lief eigentlich so, wie es besser nicht laufen konnte im „Tapas Jedermann’s“ am Bruchheck in Hörde. Dann kam Corona – und damit eine alte Idee wieder auf den Tisch.

Hörde

, 24.07.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das „Tapas Jedermann’s“ am Bruchheck hat offenbar viele Freunde. „Es lief bestens“, sagt Dana Gerke, die das Restaurant führt. Es lief so, wie sie es sich vorstellte. Es war alles gut. „Wir waren dieses Jahr so gut gestartet“, berichtet die 64-Jährige. Dann kam Corona, und damit war es für zwei Monate vorbei mit den spanischen Köstlichkeiten auf den Tellern, die seit ein paar Jahren am Bruchheck 28a serviert werden.

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In den zwei Monaten, in denen die Gaststätte geschlossen bleiben musste, kramte Dana Gerke eine alte Idee wieder aus. „Wir hatten immer schon mal darüber gesprochen, ob wir noch einen Biergarten eröffnen sollen“, berichtet sie heute, „aber eigentlich war ja alles gut“. „Wenn mir im Februar einer gesagt hätte, dass ich jetzt im Sommer hier einen Biergarten führe, ich hätte es nicht geglaubt“, sagt sie.

Im Hintergrund sind die Hochhäuser des Clarenbergs zu sehen. Auf der Terrasse gegenüber kann man ein Stück Spanien genießen.

Im Hintergrund sind die Hochhäuser des Clarenbergs zu sehen. Auf der Terrasse gegenüber kann man ein Stück Spanien genießen. © Britta Linnhoff

Inzwischen ist die Gaststätte längst wieder geöffnet, aber Gäste kommen nur wenige: „Die Menschen haben immer noch Angst“, erzählt Gerke. „Und weil die Gefahr im Freien geringer ist, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, erschien der Biergarten uns eine echte Chance aufs gastronomische Überleben.“ Und nun ist er also da, der Biergarten, nach viel Papierkram und handwerklicher Arbeit: Lavendel und ein Olivenbaum sorgen für ein bisschen spanisches Ambiente am Clarenberg.

Auf den Tischen stehen Lavendel-Töpfchen neben den Speisekarten. Im Hintergrund die Hochhäuser der Clarenberg-Siedlung.

Auf den Tischen stehen Lavendel-Töpfchen neben den Speisekarten. Im Hintergrund die Hochhäuser der Clarenberg-Siedlung. © Britta Linnhoff

Die frühere Brachfläche ist eigentlich der ideale Ort für solch eine Außengastronomie. Gerke und ihre Mitstreiter haben die „tote Fläche“ wieder lebendig gemacht. Gerke ist vor allem noch immer froh über die Mithilfe von Familie Stock, der das Grundstück gehört, und von Vermieter Blienne. „Die beiden haben mich total unterstützt.“

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Sechs Tische gibt es nun in dem kleinen aber feinen Biergarten. Von einem Schreiner haben sie außerdem schöne alte Stühle gekauft. Seit wenigen Tagen ist geöffnet, und die Leute nehmen das neue Angebot offenbar an. „Es waren sofort wieder Leute da“, freut sich Dana Gerke. Die gebürtige Polin aus Danzig lebt seit vielen Jahren in Deutschland. Ebenso wie Koch Vito Azerar. Der 42-Jährige stammt aus Marokko, die Familie lebt in Spanien, Azerar selbst ist in Deutschland heimisch geworden.

Der große Wunsch: Es darf keine zweite Welle geben

Die beiden haben jetzt eigentlich nur einen Wunsch: „Ich bete jeden Tag, dass es keine zweite Welle gibt“, sagt Dana Gerke. Nochmal zwei Monate zu? Das scheint ausgeschlossen. Geöffnet sind Restaurant und Biergarten übrigens jeden Tag jeweils ab 16 Uhr. Warme Küche gibt es von 17 bis 22 Uhr. Neu im Angebot ist ein Mittagstisch am Sonntag (ab 12 Uhr).

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