Firma stattet Schalke mit Flutlicht aus – und jetzt auch Westfalia Wickede

dzPappelstadion

Zumindest in Sachen Flutlicht-Technik steht Westfalia Wickede ab sofort an der Tabellenspitze. Eine Fachfirma aus Bochum installierte die moderne Anlage im Pappelstadion am Fränkischen Friedhof.

Wickede

, 25.04.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn der Betrieb in Dortmunds Fußballligen wieder startet, wird das Pappelstadion am Fränkischen Friedhof, auf dem Westfalia Wickede spielt, in ganz neuem Licht erstrahlen. Der Verein hat in den vergangenen Tagen eine neue LED-Fluchtlichtanlage erhalten.

Drei Mitarbeiter der Bochumer Firma Gerken waren damit beschäftigt, an den acht Masten (sechs für den großen Platz, zwei für das Kleinfeld daneben) die Lampen auszutauschen. Mitarbeiter Marek Kalamarz erläutert Details: Die Masten verbinden sich per WLAN, also kabellos, mit der Steuereinheit im Vereinsheim. Dieser Kontakt funktioniert bis zu einer Entfernung von 200 Metern. Allerdings reiche es schon aus, wenn ein einziger Mast das Signal empfängt. Er verbindet sich dann selbstständig mit den anderen Masten.

Neue Anlage verbraucht viel weniger Strom als die alte

Die LED-Leuchten verbrauchen durch ihre niedrigere Wattzahl weniger Strom als die alte Anlage, und weil die Lampen dimmbar sind, kann der Verein zusätzlich sparen. Im Trainingsbetrieb reichen 65 Prozent der maximalen Strahlkraft.

Solche Hütchen dienen der Bochumer Fachfirma als Messpunkte zur optimalen Ausrichtung der neuen LED-Strahler.

Solche Hütchen dienen der Bochumer Fachfirma als Messpunkte zur optimalen Ausrichtung der neuen LED-Strahler. © Andreas Schröter

Interessant auch: Um die Lampen optimal auf die Kunstrasenfläche auszurichten, muss es weder dunkel werden noch müssen die Lampen dafür überhaupt eingeschaltet sein. Mit einer bestimmten Messtechnik werden sie auf bunte Hütchen ausgerichtet, die die Fachleute zuvor auf der Spielfläche ausgelegt haben. Die Genauigkeit dieses Verfahrens betrage 99 Prozent, so Kalamarz.

In seltenen Fällen müsse später nachjustiert werden, um das fehlende eine Prozent noch zu erreichen. Für die Stromzufuhr können die alten Kabel genutzt werden. Lediglich im Mast selbst und an den Verbindungen zu den Lampen werden auch die Kabel erneuert.

Firma rüstete auch schon Anlage von Schalke um

Die Bochumer Firma hat bereits Plätze von SF Brackel 61, SC Aplerbeck 09, dem Wambeler SV und auch – das werden nicht alle Dortmunder gerne lesen – von Schalke 04 mit diesen Anlagen ausgestattet. Sie seien momentan das Maß der Dinge in Sachen Flutlicht-Technik, so Kalamarz.

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Somit ist nun alles viel schneller gegangen, als vom Verein erhofft. Noch Anfang Februar hatten Vorsitzender Horst Linke und Wirtschaftsrat Horst Becker die vorsichtige Hoffnung geäußert, die Anlage zum nächsten Winter zu haben. Das hat nun auf jeden Fall geklappt.

Insgesamt kostet diese Modernisierung rund 50.000 Euro. Der Verein erhält Zuwendungen von den Sport- und Freizeitbetrieben und von der Bezirksvertretung Brackel (10.000 Euro).

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