Wer hilft im Notfall? So ist der Rettungsdienst in Lütgendortmund aufgestellt

dzRettungsdienst-Versorgung

Ob krank oder verletzt - wer medizinische Hilfe benötigt, wendet sich an den Rettungsdienst. Aber woher kommen die Fahrzeuge, die in Lütgendortmund unterwegs sind?

23.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Quälende Bauchschmerzen, ein richtiges Stechen - und das seit Tagen. Der Blindarm muss raus. Aber alleine zum Arzt oder ins Krankenhaus fahren? Das geht nicht mehr. In solchen und anderen Fällen kommt der Rettungsdienst ins Spiel. Wer Hilfe braucht, ist hier an der richtigen Adresse.

In Lütgendortmund gibt es gleich drei davon: die Feuerwache 5 in Marten, den Arbeiter-Samariter-Bund an der Bünnerhelfstraße und ein privates Rettungsdienst-Unternehmen im Marterloh. Mit jeweils einem Rettungsfahrzeug sind sie im Stadtbezirk im Einsatz. Der private Rettungsdienst kann die öffentlichen dank einer Genehmigung der Stadt Dortmund unterstützen und bei Notfällen eingesetzt werden. Der nächste Notarzt befindet sich im Katholischen Krankenhaus in Kirchlinde. „Damit ist der Bedarf in der Regel gedeckt“, sagt Andreas Pisarski von der Pressestelle der Feuerwehr Dortmund.

Wenn die Fahrzeuge nicht ausreichen, hilft Bochum aus

In der Regel heißt allerdings nicht immer. „Es kommt natürlich darauf an, wie sich die Einsätze im Stadtbezirk häufen“, erklärt Pisarski. Denn sind alle Lütgendortmunder Rettungsfahrzeuge unterwegs, muss Hilfe von anderswo her. Und die kommt aus den benachbarten Stadtbezirken: von der Feuerwache 8 in Eichlinghofen und aus Huckarde.

Allerdings springen manchmal auch Fahrzeuge aus Bochum ein. „Wenn es einen Einsatz an der Stadtgrenze gibt, der nicht von einem der Lütgendortmunder Fahrzeuge gefahren werden kann, ist es möglich, dass ein Rettungsfahrzeug aus Bochum kommt“, sagt Andreas Pisarski. Denn je nach Lage des Einsatzortes seien die Kollegen aus Bochum im Zweifel schneller vor Ort als die aus den benachbarten Stadtbezirken.

Nur wenige Standorte haben mehrere Fahrzeuge

Lütgendortmund hat knapp 23.000 Einwohner. Damit ist der Stadtbezirk der einwohnerreichste im Dortmunder Westen. Trotzdem hat jeder der Standorte mit Rettungswagen nur ein Fahrzeug. „Nur wenige Standorte haben mehrere Fahrzeuge“, sagt Andreas Pisarski. „Und die befinden sich eher im Bereich der Dortmunder Innenstadt.“

Aber wie schnell ist ein Rettungsfahrzeug vor Ort? „Unser Schutzziel ist es, in 90 Prozent der Fälle innerhalb von acht Minuten am Einsatzort zu sein.“ In Dortmund werde dieses Ziel nicht erreicht. Einsatzfahrzeuge sind derzeit im Durchschnitt innerhalb von neun Minuten und zehn Sekunden vor Ort. In 82 Prozent der Fälle ist es den Rettungsfahrzeugen möglich, das Schutzziel einzuhalten.

Dass die 90 Prozent derzeit nicht erreicht werden können, liegt auch daran, dass es auf dem gesamten Stadtgebiet nicht ausreichend Fahrzeuge gibt. „Mit den vier zusätzlichen Fahrzeugen, die ab dem 1. Mai eingesetzt werden, ist der Bedarf dann aber wieder gedeckt“, sagt Andreas Pisarski.

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