Gesundheit

Weniger Kopfläuse dank Corona-Maßnahmen

Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln helfen nicht nur bei der Eindämmung der Corona-Pandemie. Die AOK beobachtet einen weiteren, positiven Gesundheitstrend.
Weniger Kopfläuse bei Kindern - die AOK sieht das als positiven Nebeneffekt bestimmter Corona-Maßnahmen. © AOK/hfr

Homeschooling, sowie Kindergärten und Schulen im Notbetrieb machen vielen Eltern im harten Lockdown zu schaffen. Die Einschränkungen helfen aber nicht nur im Kampf gegen das Corona-Virus, sondern weisen einen weiteren positiven Nebeneffekt für die Gesundheit auf: Die AOK Nordwest berichtet von weniger Übertragungen mit Kopfläusen in der Region Westfalen-Lippe. Die Zahlen von verschriebenen Arzneimitteln gegen Läuse seien demnach von Januar bis November 2020 um 40 Prozent gesunken im Vergleich zum Vorjahr.

„Kopfläusen wurde der Weg abgeschnitten“

„Wir gehen davon aus, dass die Kontaktbeschränkungen und Kita- sowie Schulschließungen in der ersten Lockdown-Phase im Frühjahr 2020 im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu diesem starken Rückgang geführt haben. Damit wurde den Kopfläusen praktisch der Weg abgeschnitten“, erklärt AOK-Chef Tom Ackermann.

Die kleinen Parasiten sind zwar nicht gesundheitsgefährdend, aber sorgen für einen lästigen Juckreiz und vermehren sich schnell. Besonders betroffen sind meist Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren.

Beim gemeinsamen Spielen haben es die Läuse einfach schnell von Kopf zu Kopf zu hüpfen. Deshalb ist es bei einem Fall von Kopfläusen wichtig, die Schule oder Kita jeweils sofort zu informieren. Bekämpfungsmittel gibt es in Apotheken und werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

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