Weniger Blutspenden: Dortmunder Arzt gibt Angst vor Coronavirus eine Mitschuld

Arzt-Appell

Der ärztliche Direktor des Klinikums Dortmund, Prof. Michael Schwarz, zeigt sich alarmiert angesichts der sinkenden Bereitschaft, Blut zu spenden. Das könnte tödlich enden.

Dortmund

, 04.03.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Coronavirus Dortmund

Wegen des Coronavirus ist die Bereitschaft, Blut zu spenden, in der Bevölkerung gesunken. Das kann schlimme Folgen haben. © dpa

Das Coronavirus hat immer wieder neue Auswirkungen: So ist aktuell in Dortmund die Bereitschaft gesunken, Blut zu spenden.

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Das nimmt Prof. Michael Schwarz, Ärztlicher Direktor des Klinikums Dortmund, zum Anlass, an die Spendenbereitschaft der Dortmunder zu appellieren. Alle Dortmunder Krankenhäuser hätten den Auftrag, die medizinische Versorgung aller ihrer Patienten sicherzustellen. „Doch die Spendenbereitschaft für Blut lässt nach.“

Übertriebene Angst vor Ansteckung

Vermutlich ist es die übertriebene Angst vor einer Ansteckung, die potenzielle Blutspender abhält, sich Blut abnehmen zu lassen. Zudem, heißt es beim Deutschen Roten Kreuz, gingen die Zahlen auch jahreszeitlich begründet wegen der herrschenden Influenza-Saison zurück; denn wer mit Erkältungssymptomen zur Blutspende erscheint, wird direkt wieder weggeschickt.

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Doch gerade chronisch Kranke und Krebspatienten sind auf Blutspenden angewiesen. Ohne ausreichende Vorräte kann die Versorgung nicht mehr gewährleistet werden. Jeder, der gerade gesund ist, kann helfen, den Blutkonservenengpass zu überwinden. „Wir brauchen das Blut für unsere Patienten“, mahnt Prof. Schneider. „Würde es ausbleiben – das wäre fatal.“

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