Weil er keine „Ghetto-Faust“ geben wollte: Bahnmitarbeiter angegriffen

Dortmunder Hauptbahnhof

Ein Mann hat am Dortmunder Hauptbahnhof einen Bahnmitarbeiter beleidigt und angegriffen, weil dieser auf den Dank per Faustcheck verzichtete. Die Festnahme gestaltete sich schwierig.

Dortmund

10.02.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am frühen Sonntagmorgen (9.2.) gegen 4 Uhr informierte sich ein Mann aus Kamen am Infopoint der Bahn im Dortmunder Hauptbahnhof. Dort bekam er die gewünschte Information. Als er sich daraufhin mit einer „Ghetto-Faust“ bedanken wollte, schlug ein Bahnmitarbeiter seinen Dank aus.

Wie die Bundespolizei mitteilt, störte dies den alkoholisierten 41-Jährigen offensichtlich so sehr, dass er den 45-jährigen Mitarbeiter der Bahnsicherheit erst beleidigte und bedrohte und anschließend mit Pfefferspray besprühte. Danach flüchtete der Kamener auf einen Bahnsteig.

Ellenbogenschlag gegen Bundespolizisten

Dort sollte er durch Einsatzkräfte der Bundespolizei festgenommen werden. Dagegen wehrte er sich mit Ellenbogenschlägen gegen den Kopf eines Beamten. Dieser überwältigte den Mann, der anschließend durch vier Bundespolizisten zur Wache getragen werden musste.

Ein Atemalkoholtest ergab, dass er mit 1,4 Promille nicht unerheblich alkoholisiert war. Gegen den Mann aus Kamen, der bereits wegen mehrfacher Gewaltdelikte polizeilich in Erscheinung getreten ist und der zur Ausnüchterung ins Polizeigewahrsam kam, wurde ein Strafverfahren wegen Beleidigung, Bedrohung, gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte eingeleitet.

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