Die EDG musste bei der diesjährigen Weihnachtsbaum-Abholung auf die ehrenamtliche Hilfe verzichten. © Oliver Schaper
Sammelaktion

Weihnachtsbaum-Abholung in Dortmund dauert wegen Corona länger als gewohnt

Auf ehrenamtliche Helfer musste die EDG diesmal beim Einsammeln der Weihnachtsbäume verzichten. Fast 150 EDG-Mitarbeiter mussten selbst ran. Wie läuft die Sammelaktion in Dortmund?

Wenn es um die Entsorgung der Weihnachtsbäume geht, bekommt die Entsorgung Dortmund (EDG) eigentlich immer tatkräftige Unterstützung ehrenamtlicher Helfer. Eigentlich. Denn in diesem Jahr muss sie wegen der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen auf diese Hilfe verzichten.

Wo sonst ehrenamtliche Initiativen wie das Jugendrotkreuz oder die Jugendfeuerwehr Hand anlegen, mussten es am 9. Januar, dem ersten Samstag nach dem Dreikönigstag, 146 Mitarbeiter der EDG richten – für sie gelten andere Regeln, da die EDG als systemrelevant eingestuft ist. Mit 39 Fahrzeugen waren die Arbeiter an diesem Tag in 83 Sammelrevieren im Einsatz.

Geplante Abfahrt der ersten Wagen war um Punkt 8 Uhr. Gut vier Stunden später, in etwa gegen 12.20 Uhr, sei dann das erste Fahrzeug voller Weihnachtsbäume an der Sammelstelle der DOGA in der Nähe des Hafens wieder eingetrudelt, erzählt der Betriebsleiter des Recyclinghofs Dortmund (DOMIG), Jörg Fricke – er sitzt an diesem Samstag dort, wo die ganzen Weihnachtsbäume ankommen.

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EDG sammelt Weihnachtsbäume in der Stadt ein

Dort werden sie aufgehäuft und dann zunächst in Container verladen. Bis 15.30 Uhr seien insgesamt 30 Autos mit 127 Tonnen an Weihnachtbäumen bei der Sammelstelle eingetroffen. Fricke geht davon aus, dass das in etwa die Hälfte aller Weihnachtsbäume ist.

Länger unterwegs als sonst

Insgesamt sei man etwas länger unterwegs als gewöhnlich. Denn eigentlich wollte man um diese Zeit schon fast fertig sein.

Ob das möglicherweise daran liege, dass wegen der Corona-Pandemie mehr Leute zuhause sind als gewöhnlich und somit die Straßen zugeparkter sind als sonst und man deshalb mit den großen Wagen schlechter vorankommt, könne man nur vermuten.

Im gesamten Stadtgebiet waren am Samstag (9.1.) ausgediente Weihnachtsbäume, die bereit zur Abholung lagen, zu sehen - hier im Kreuzviertel.
Im gesamten Stadtgebiet waren am Samstag (9.1.) ausgediente Weihnachtsbäume, die bereit zur Abholung lagen, zu sehen – hier im Kreuzviertel. © Oliver Schaper © Oliver Schaper

Dennoch wolle man noch am gleichen Tag fertig werden, hieß es am Nachmittag. Ein Fazit der Sammelaktion in diesen außergewöhnlichen Zeiten wird in den kommenden Tagen erwartet.

Doch was passiert eigentlich mit den ausgedienten Weihnachtsbäumen? Die meisten davon werden zu Biomasse verarbeitet und später dann verstromt oder kompostiert, so Fricke.

Und wer seinen Baum nicht rechtzeitig aus den eigenen vier Wänden verbannt und dadurch den Abgabetermin verpasst hat, der hat laut Homepage der EDG noch die Möglichkeit, diesen selbst in den nächsten Tagen an einem der sechs Recyclinghöfe der EDG gebührenfrei abzugeben.

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1995er Jahrgang, in Bochum geboren. Seit 2016 bei den Ruhr Nachrichten. Von da an verschiedene Abteilungen durchlaufen. Mittlerweile überwiegend in der Dortmunder Lokalredaktion aktiv.
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Baujahr 1993, gebürtig aus Hamm. Nach dem Germanistik- und Geschichtsstudium in Düsseldorf und dem Volontariat bei Lensing Media in der Stadtredaktion Dortmund gelandet. Eine gesunde Portion Neugier und die Begeisterung zum Spiel mit Worten führten zum Journalismus.
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Wilco Ruhland

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