Wegen Corona: Stadt Dortmund sagt Veranstaltungen auch über den 20. April hinaus ab

Coronavirus

Das Coronavirus macht Dortmund zur Geisterstadt. Wie lange die Zwangsmaßnahmen dauern, ist eine von vielen offenen Fragen. Die Stadt hat jetzt vorsorglich weitere Veranstaltungen abgesagt.

Dortmund

, 24.03.2020, 17:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch das Stadtfest „Dortbunt“ kann wegen der Corona-Krise nicht wie geplant am 9. und 10. Mai stattfinden.

Auch das Stadtfest „Dortbunt“ kann wegen der Corona-Krise nicht wie geplant am 9. und 10. Mai stattfinden. © Stephan Schütze

Vor zwei Wochen gehörte die Stadt Dortmund bereits zu den Vorreitern: Am 11. März sagte sie alle eigenen Veranstaltungen aus Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus ab. Die sozialen Kontakte der Menschen müssten eingeschränkt werden, lautete die Botschaft.

Sowohl das Konzerthaus wie auch das Theater stellten den Betrieb ein. Veranstaltungen wie das E-Bike-Festival, das Anfang April stattfinden sollte, oder die Gedenkveranstaltung an die Gestapo-Morde in der Bittermark am Karfreitag wurden abgesagt.

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Bis Ostern war bislang die zeitliche Perspektive für den Verzicht. Doch jetzt zeichnet sich ab, dass die Frist verlängert werden muss.

„Pfingsten ist das neue Ostern“, verkündete Oberbürgermeister Ullrich Sierau am Dienstag nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands. Soll heißen: Bis Ende Mai sind alle städtischen Veranstaltungen größerer Art abgesagt.

Dazu gehört dann auch das große Stadtfest „Dortbunt“, das am 9. und 10. Mai stattfinden sollte. Auch Treffen mit den Partnerstädten sind abgesagt, kündigte Sierau an.

Ebenfalls betroffen ist das große Kulturfestival „Klangvokal“, das Mitte Mai beginnen sollte. Man suche für die Veranstaltungen nach Alternativterminen, sagte Sierau. Den gibt es bereits für das Fest der Chöre, das im Rahmen von Klangvokal am 13. Juni stattfinden sollte. Es ist bereits auf den 12. September verlegt.

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