Wasserrohrbruch im Kreuzviertel stellte Anlieger und Anwohner vor Probleme

dzWasserrohrbruch Kreuzstraße

16 Mehrfamilienhäuser waren vom Wasserrohrbruch am Donnerstag in der Kreuzstraße betroffen. Bis zum Abend saßen sie auf dem Trockenen. Und manch einer stieß dabei an seine Grenzen.

Kreuzviertel

, 26.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Kein Wasser - und das von morgens bis abends. Wir sind eher gewohnt, dass beim Hahnaufdrehen auch was fließt. Doch von 5 bis 20.30 Uhr saßen am Donnerstag die Anwohner, Gastronomen und Anlieger in der Kreuzstraße zwischen Lindemannstraße und Große Heimstraße auf dem Trockenen. Ein Wasserrohrbruch auf Höhe der Kreuzstraße 87 war der Verursacher. Mit langen Folgen: Noch bis zum 6. Mai ist der Teil der Straße für den Durchfahrtsverkehr gesperrt, Umleitungen sind aber ausgeschildert.

Wasserrohrbruch im Kreuzviertel stellte Anlieger und Anwohner vor Probleme

Von der Lindemannstraße kann man derzeit nicht in die Kreuzstraße einbiegen. Bis zum 6. Mai ist die gesperrt. © Thomas Thiel

Knapp 16 Stunden kein Wasser. Das forderte Kreativität von Anwohnern, Gastronomen und Händlern. So wie die BlumenCompany Kersting. Der Eingang liegt direkt vor der Baustelle - und gerade Schnittblumen brauchen bekanntlich frisches Wasser.

Die Mitarbeiter waren gerade am Großmarkt Blumen kaufen, als der Anruf kam, dass es kein Wasser gibt. Doch bei Kersting wusste man sich zu helfen: Eine Mitarbeiterin brachte statt frischen Blumen einfach Wasser vom Großmarkt mit. „Uns haut so schnell nichts aus den Socken“, sagt Inhaberin Ute Kersting. Doch während der Blumenhändler sich zu helfen wusste, sah es laut Kersting für manche Anwohner schlecht aus.

Für Ältere ein Problem

Zwar hatte Donetz an einem Hydranten eine mobile Wasserstation durch ein Standrohr eingerichtet. Doch das war für Kersting zu wenig. „Man hätte noch eine zweite einrichten oder einen Tankwagen schicken sollen“, meint sie. In dem Haus an der Ecke Lindemannstraße würden nämlich zwei ältere Frauen wohnen. „Die können nicht mal eben zum Hydranten laufen und Wasser abzapfen.“ Stattdessen hätten ihre Mitarbeiter den Frauen geholfen und Wasser gebracht. „Wir tragen den beiden schon seit Jahren die Einkäufe in die Wohnung, weil wir auch keinen Aufzug im Haus haben“, erklärt Ute Kersting.

Für das „Kumpel Erich“ war der Donnerstag ein spontaner Ruhetag: kein Wasser - keine Wirtschaft. „Weder die Sanitäranlagen funktionierten, noch konnten wir spülen“, erklärt Mitarbeiter Daniel Sonnenberg. Natürlich sei das ärgerlich gewesen. Aber er sagt auch: „Vor dem Derby-Wochenende konnten wir dann noch mal entspannen.“

Parken wieder möglich

Am Freitag hat das „Kumpel Erich“ dann wieder ganz normal geöffnet. Da hatte sich auch die Lage wieder entspannt. Vom Wasserrohrbruch zeugt hier nur noch die Baustelle. War am Mittwoch noch der gesamte Abschnitt zwischen Große Heimstraße und Lindemannstraße zu, können die Anwohner heute zumindest wieder aus Richtung Große Heimstraße in ihre Straße fahren. Damit verschlimmert sich jedenfalls ein Problem nicht weiter: die Parksituation im Kreuzviertel.

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