Celine Wohlau, Marie Furtkamp, Katharina Funke, Philipp von Laar und Rudolph Schnell (v.l.) haben spezielle Wünsche, was sie ihren Lehrern gerne beibringen möchten. © Montage: Klose
Digitalisierung an Schulen

Was Schülern ihren Lehrern in Sachen Digitalisierung beibringen möchten

YouTube, Smartboards und Co.: Nicht immer wissen Lehrer über alle digitalen Neuerungen Bescheid. Wir haben uns mal bei Schülern umgehört, worin sie ihre Lehrer gerne unterrichten würden.

Früher ging es für Lehrer noch darum, ihren Unterricht anschaulich mithilfe von Tafelbildern und einem Overhead-Projektor darzustellen. Mit der Zeit kamen Computer, Beamer und Co. immer mehr in der Schule an. Mittlerweile haben viele Schulen Smartboards, es gibt Klassensätze an Tablets und es wird mancherorts mit Dokumentenkameras gearbeitet.

Aber werden die vorhandenen technischen Möglichkeiten auch genutzt? Und was haben die Lehrer technisch und rund um Social Media und Co. so drauf – beherrschen sie Apps, YouTube und Tablets? Wir haben bei einigen Dortmunder Schülern nachgefragt, was sie ihren Lehrern in Sachen Digitalisierung gern beibringen würden und was sie sich für den Unterricht wünschen.

Celine Wohlau (18), absolviert gerade eine Ausbildung zur medizintechnischen Assistentin am Robert-Bosch-Berufskolleg: „Ich würde den Lehrkräften gerne die App ‚Good Notes‘ erklären. Hier gibt es die Möglichkeit, Ordner, einzelne Notizzettel und Notizbücher anzulegen – die Anzahl ist dabei unbegrenzt. Das hat den Vorteil, dass man für jedes einzelne Fach und/oder Schuljahr einen Ordner anlegen kann. Auch Blattgröße und auch das Muster – kariert, liniert oder auch andersfarbige Papiere – können gewählt werden. Gerade die dunkle Vorlage empfinde ich als vorteilhaft – für mich hinterlässt es so einen Tafel-Effekt. Außerdem lassen sich in das Programm PDF-Dateien importieren und bearbeiten, genauso wie das Einscannen und Bearbeiten von Dokumente möglich ist.

Marie Furtkamp (17, 11. Klasse) und Katharina Funke (15, 10. Klasse), besuchen das Goethe-Gymnasium: Beide erklären die Funktionsweise der kostenfreien App „CO2-Timer“. „Das Programm zeigt an, wann und für wie lange in einem Raum gelüftet werden muss. Dazu muss man die Personenanzahl angeben. Danach folgt das Eintragen der Aufenthaltsdauer und der Größe des Raumes – Deckenhöhe und Quadratmeterzahl. Im Anschluss wird angezeigt, wann das nächstes Mal eine Lüftung notwendig ist. Auch außerhalb des Klassenzimmers in der Schule lässt sich die App nutzen – beispielsweise im Büro oder im eigenen Zimmer Zuhause.“

Rudolph Schnell (23), absolviert gerade eine Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten am Fritz-Henßler-Berufskolleg: „Für die Digitalisierung an Schulen wünsche ich mir, dass sich Lehrer mehr mit dem App- und Google-Play-Store auseinandersetzen. Es gibt so viele verschiedene Apps, mit denen man kreativ und produktiv sein kann. Beispielsweise lassen sich kostengünstige Apps für den Musikunterricht nutzen. Damit kann man einerseits Musik machen und andererseits werden alle Grundlagen für die Musikproduktion gezeigt. Aber diese Apps müssen Lehrer erst mal sehen und sich dann damit auseinandersetzen. Außerdem wünsche ich mir, dass Lehrer wissen, wie ein Schulserver funktioniert und auch wissen, wie man damit umgeht. Außerdem braucht man einen Klassensatz von Tablets. Gerade in Corona-Zeiten ist damit ein optimales individuelles Arbeiten möglich.

Philipp von Laar (24), absolviert gerade eine Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten am Fritz-Henßler-Berufskolleg: „Ich würde mir von den Lehrern wünschen, dass sie sich mit dem Thema ‚Tablet‘ generell mehr auseinandersetzen. Das Tablet bietet sehr viele Möglichkeiten, digital zu arbeiten. Damit wird vor allem die Arbeit mit Arbeitsblättern minimiert. Gerade bei Apple-Produkten gibt es die Funktion ‚Air Drop‘, mit der Verschicken von Daten und Dokumenten sehr schnell funktioniert. Meiner Meinung nach vereinfacht die Arbeit mit Tablets viele Dinge im Unterricht. Gerade der Fakt, dass dann kein Papier mehr verschwendet wird – eine Sache, die absolut nicht nötig ist – sollte dazu führen, dass alle Schulen und alle Klassen Tablets benutzen.“

Über den Autor
Volontär
Gebürtiger Brandenburger. Hat Evangelische Theologie studiert. Wollte aber schon von klein auf Journalist werden, weil er stets neugierig war und nervige Fragen stellte. Arbeitet gern an verbrauchernahen Themen, damit die Leute da draußen besser informiert sind.
Zur Autorenseite
Maximilian Konrad

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.