Was lässt sich gegen den Leerstand im Hombrucher Zentrum tun?

dzLeerstand an der Harkortstraße

Mehrere Ladenlokale im Umfeld der Harkortstraße stehen leer. Die Studentin Anna-Lena Kleimann sucht zu diesem Thema das Gespräch mit den Hombruchern und hofft auf Ideen.

von Marc Dominic Wernicke

Hombruch

, 26.09.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Harkortstraße ist die Hauptgeschäftsstraße im Hombrucher Zentrum. Doch obwohl es hier an potenzieller Kundschaft nicht mangelt, stehen mehrere Geschäfte mitunter schon seit Jahren leer.

Die Studentin Anna-Lena Kleimann hat dies zum Thema ihrer Abschlussarbeit gemacht und möchte die Problematik des Leerstandes mit den Hombruchern diskutieren: Am 10. Oktober (Donnerstag) lädt sie dazu um 18.30 Uhr zu einem „Zukunftsworkshop“ in die Gastronomie „Feines“ (Harkortstraße 53) ein.

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„Ich möchte mit den Hombruchern über ihre Erfahrungen mit Blick auf den Leerstand im Ort reden und gern auch ihre Ideen dazu sammeln“, sagt Kleimann, die an der Technischen Universität Raumplanung studiert.

Eine exakte Erfassung aller Leerstände ist schwierig

Der Leerstand sei für sie in Hombruch ein sichtbares Problem: „Ich erhebe derzeit noch die genauen Zahlen, aber im Umfeld der Harkortstraße und der angrenzenden Nebenstraßen stehen rund 20 Ladenlokale leer.“

Grundsätzlich müsse dabei auch zwischen „echtem“ und „unechtem“ Leerstand unterschieden werden: „Beim letzteren wird ein scheinbar leeres Geschäft tatsächlich für etwas anderes genutzt, etwa als Lagerraum“, erklärt Kleimann.

Was lässt sich gegen den Leerstand im Hombrucher Zentrum tun?

Die Studentin Anna-Lena Kleimann lädt die Hombrucher zu einem Workshop für Ideen gegen den Leerstand ein. © Marc D. Wernicke

Eine genaue Erfassung aller Leerstände sei überdies schwierig. So käme es etwa vor, dass ein leeres Geschäft neu bezogen und genutzt wird, aber bereits nach kurzer Zeit wieder schließt.

Das könnten die Ursachen sein

Sichtbar ist dies etwa an der U42-Haltestelle „Harkortstraße“, wo in einem Umkreis von 100 Metern derzeit allein sieben leerstehende Geschäfte erkennbar sind. „Zu den Ursachen von Leerstand gibt es allgemeine Zusammenhänge, von denen einige in Hombruch durchaus zutreffen können“, sagt Kleimann. So sehe sie einen möglichen Grund in der Altersstruktur: „Hombruch ist tendenziell recht alt und somit auch viele Eigentümer, die ihr Geschäft schließen, wenn sie in Rente gehen.“

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Doch auch die Beschaffenheit der Immobilien selbst könne mancherorts unvorteilhaft sein: „Viele Geschäfte hier entstammen der Nachkriegsmoderne oder auch noch der Gründerzeit“, beschreibt Kleimann. „Der Zuschnitt dieser Ladenlokale ist nach den heutigen Bedürfnissen von Filialbetrieben zu klein.“ Darüber hinaus könnten einige Objekte auch aufgrund ihrer Preisgestaltung schwer vermarktbar sein.

Offene Gespräche

Mit dem Workshop im Oktober möchte Anna-Lena Kleimann zunächst die Meinungen und Ideen der Hombrucher zusammentragen. „Es soll eine offene Diskussion in lockerer Atmosphäre sein. Im nächsten Schritt würde ich dann bestimmte Ideen aussuchen und im Detail betrachten“, so die Raumplanerin. Je nach Interesse der Teilnehmer könne sie sich auch weitere Gespräche zum Leerstand in Hombruch vorstellen.

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