Warum in Eving tiefe Spurrillen eine Gefahr für Busfahrer und Anwohner darstellen

dzHaltestelle Brechtener Straße

Das Pflaster an der Bushaltestelle Brechtener Straße in Eving ist in die Jahre gekommen und abgesackt. Anwohner Klaus Berger hat bereits einige brenzlige Situationen beobachtet.

Eving

, 07.10.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis vor Kurzem waren Teile des Alten Heidewegs in Höhe der Bushaltestelle Brechtener Straße aufgrund von Bauarbeiten zeitweise gesperrt. Unterirdische Leitungen wurden modernisiert und der Bürgersteig anschließend erneuert. Mittlerweile sind die Baufahrzeuge verschwunden und die Straße ist wieder für den normalen Verkehr freigegeben.

Enorme Höhenunterschiede

Die stillen Hoffnungen mancher Anwohner, dass im Zuge der Baumaßnahmen auch das fehlerhafte Pflaster angeglichen werde, erfüllten sich leider nicht. Klaus Berger wohnt seit mehreren Jahren in unmittelbarer Nähe der Bushaltestelle: „Die tiefen Spurrillen und die daraus resultierenden Höhenunterschiede bereiten manchen Menschen große Probleme. Durch das hohe Verkehrsaufkommen ist das Pflaster sehr wellig geworden", erklärt der Rentner.

Kalte Jahreszeit besonders gefährlich

Sowohl Rollstuhlfahrer als auch Menschen mit Gehhilfen und Rollatoren hätten Schwierigkeiten beim Überqueren der Straße und beim Einsteigen in die Busse. Im Winter sei es besonders kritisch. Schon öfter habe er beobachtet, dass die Busse bei Schnee und Eis nicht mehr von der Stelle gekommen sind und durchdrehende Räder die Folge waren. Einmal habe ein Bus sogar abgeschleppt werden müssen, da ein Weiterfahren aus eigener Kraft nicht mehr möglich war.

Bushaltestelle als Stolperfalle

„In den entstandenen Senken sammelt sich das Wasser, sodass sich Eisflächen bilden und die Busse teilweise schon auf der Straße halten und gar nicht mehr in die Parkbucht einbiegen. Dadurch kommt es nicht nur zu Behinderungen im Verkehrsablauf, sondern auch das Ein- und Aussteigen in die Busse wird gefährlicher", so Berger.

Wenn diese dann doch am Bordstein halten, lauere die nächste Gefahr. Die Höhenunterschiede zwischen Straße und Bürgersteig würden dazu führen, dass die Kante zwischen Buseinstieg und Haltestelle zu einer großen Stolperfalle für Fahrgäste werde und keine Barrierefreiheit gegeben sei.

Politik erkennt Handlungsbedarf

Die Stadt Dortmund habe er bereits kontaktiert und über die Zustände informiert. Dort versicherte man ihm, dass man sich der Sache annehme. Auch in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung wurde Klaus Berger vorstellig und nutzte die Einwohnersprechstunde, um auf die anhaltende Problematik aufmerksam zu machen.

Man sei sehr froh, derartige Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten und wolle schnellstmöglich eine Lösung in die Wege leiten, sagt Bezirksbürgermeister Oliver Stens (SPD). „Die Bürger haben natürlich Recht. Die Gefahren durch derartige Unebenheiten sind nicht zu vernachlässigen und deshalb müssen wir etwas tun. Allerdings gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen aktuell schwierig", so Stens.

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