Warum dürfen Radfahrer die Nießstraße in Brackel nicht in beide Richtungen nutzen?

dzRadfahren in Brackel

Die Nießstraße in Brackel ist eine Einbahnstraße und auch für Radfahrer in Fahrtrichtung Hellweg gesperrt. Das muss nicht so sein, finden Anwohner und Politiker.

Brackel

, 05.11.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Warum ist es Radfahrern auf der Nießstraße, einer Einbahnstraße in Brackel, nicht erlaubt, diese Straße in beide Fahrtrichtungen zu benutzen? In Richtung Hellweg ist das untersagt. Diese Frage stellte jetzt Anwohner Heinz Heitland in der Einwohnerfragestunde der Bezirksvertretung Brackel. Die Frage ist berechtigt, hatte doch die Bezirksvertretung auf Antrag der Grünen die Freigabe bereits im November 2018 gefordert. Umgesetzt ist der Beschluss bisher nicht.

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Die Straße sei mit 4,1 Meter breit genug dafür, führte Heinz Heitland weiter aus. In der Straßenverkehrsordnung heiße es, Einbahnstraßen können ab 3,5 Metern Breite für den Radverkehr in beide Richtungen freigegeben werden, wenn dort Busse und Lkw fahren. Durch die Nießstraße fahren aber weder Busse noch Lkw - also ein Grund mehr für die Freigabe. Der Schlotweg in Asseln sei schmaler, aber seit vielen Jahren freigegeben.

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Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka (SPD) konnte diese Argumentation nachvollziehen und versprach, dieses Thema noch einmal aufzugreifen.

Bernd Wangerin, Anwohner der Nießstraße, ergänzte, durch diese schmale Straße fahren Motorroller und sogar Autos in der verbotenen Richtung. Er regte an, die Polizei möge dort häufiger kontrollieren - etwas, das der anwesende Wachleiter der zuständigen Polizeiwache Asseln angesichts der dünnen Personaldecke bei der Polizei nicht versprechen wollte.

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