Warum an der Sckellstraße alles zugeparkt ist, während große Stellplätze leer stehen

dzAm Wesfalenpark

Bei Pokémon Go parkten Besucher des Westfalenparks Einfahrten und Vorgärten in der Sckellstraße und Umgebung zu. Dabei gibt es dort riesengroße Parkflächen. Dort parkt so gut wie niemand.

Südost-Stadt

, 27.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Bei Großveranstaltungen im Dortmunder Westfalenpark haben die Anwohner in der Sckellstraße und den umliegenden Straßen Probleme, ihre Autos zu parken. Oftmals sind ihre Einfahrten zugestellt, manchmal - wie zuletzt beim Pokémon-Go-Fest mit vielen auswärtigen Gästen - stehen die Autos sogar in den Vorgärten.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative Innenstadt-Ost sehen mit Schrecken dem Juicy-Beats-Festival am kommenden Wochenende (26./27.7.) entgegen. Aber auch beim Lichterfest und beim nächsten Trödelmarkt Flo(h)rian wird es wieder eng im Viertel.

Das Parkchaos ist ärgerlich genug für die Bewohner. Was sie aber besonders umtreibt: Am Rande des Westfalenparks, direkt an der Sckellstraße, stehen zwei riesengroße Parkplätze völlig ungenutzt bereit. Sie gehörten einst zum Robert-Schumann- und Robert-Bosch-Berufskolleg, die beide Anfang 2016 ans Dortmunder U umgezogen sind.

Darum werden die Parkplätze nicht genutzt

Das Stellplatzproblem müsste es also gar nicht geben. Wenn die Stadt diese naheliegende Lösung bedacht hätte. Drei wesentliche Gründe verhinderten nämlich die willkommene Nutzung der üppigen Stellflächen:

  • 1. Die Parkplätze sind im Laufe der Zeit ziemlich zugewuchert.
  • 2. Es gibt keine Hinweisschilder zu den Parkflächen, die von auswärtigen Besuchern kaum gefunden werden.
  • 3. An den Zufahrten weisen stattdessen Schilder auf Schüler- und Lehrerparkplätze hin und drohen bei unbefugter Nutzung mit Strafe: „Zuwiderhandlungen werden verfolgt“, steht da.

„Da ist also ein toller Parkplatz und der ist nicht befahrbar“, sagt Peter Müller von der Bürgerinitiative und ärgert sich. Auch in seiner Straße, dem Himpendahlweg, ging während der Pokémon-Go-Veranstaltung nichts mehr.

Warum an der Sckellstraße alles zugeparkt ist, während große Stellplätze leer stehen

Die großen Parkflächen werden derzeit von wucherndem Grün befreit. © Susanne Riese

Inzwischen dämmen Mitarbeiter der Stadt das wuchernde Grün an den Parkplätzen ein. Berge von Grünschnitt liegen an den Seiten, Männer in Schutzanzügen sind mit Motorsensen und -sägen im Einsatz. Der hintere Parkplatz an der Sckellstraße/Ecke Konrad-Glocke-Straße ist bereits weitgehend gerodet. Der andere soll danach freigeschnitten werden, so die Mitarbeiter.

Dann wäre da nur noch das Problem mit der falschen Beschilderung. Schüler- und Lehrerparkplätze braucht an der Sckellstraße niemand mehr. Einzig der Hinweis auf das Kinder- und Jugendtheater hat noch seine Berechtigung.

Warum an der Sckellstraße alles zugeparkt ist, während große Stellplätze leer stehen

An normalen Tagen hat Peter Müller (r.) kein Problem, aus seiner Einfahrt im Himpendahlweg zu kommen. Bei Großveranstaltungen im Park sieht das ganz anders aus. © Susanne Riese

Die Rodung zeigt bereits Wirkung: „Beim letzten Trödelmarkt waren die Parkplätze etwa zu 40 Prozent belegt“, hat Müller beobachtet. „Wenn die Flächen bekannter wären, würden sie sicher genutzt. Aber es fehlen Schilder. Wäre die Stadt auf Zack, stünden für Veranstaltungen im Westfalenpark bereits an der B1 Schilder mit dem Hinweis auf die kostenfreien Parkplätze.“

Lesen Sie jetzt