Wann kollabiert der Verkehr auf der Emscherallee in Huckarde?

dzEmscherallee

Die Reparatur des Kanals unter der Emscherallee wird noch mehr als ein Jahr dauern. Die Siedlergemeinschaft Deusen fürchtet, dass es bis zum Kollaps nicht mehr lange dauern kann.

Huckarde

, 14.10.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer vom Huckarder Verkehr spricht, meint den Verkehr, der durch Huckarde führt und insbesondere die Emscherallee sowie in ihrem weiteren Verlauf die Straßen Hülshof und Huckarder Straße verstopft.

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Acht Ampeln auf rund 500 Metern haben schon immer für stockenden Verkehr gesorgt, im Berufsverkehr gibt’s täglich auch mal Stillstand.

Für die Ortspolitik war der Verkehr durch Huckarde immer ein Thema, doch seitdem im Oktober 2018 der Abwasserkanal unter der Emscherallee zusammenbrach und für eine langwierige Baustelle gesorgt hat, ist diese Diskussion eingeschlafen – man könne ja eh nichts machen. Diesen Eindruck hat zumindest die Siedlergemeinschaft Deusen, deren Mitglieder durch den Verkehr auf der kreuzenden Lindberghstraße betroffen sind.

„Gerade jetzt ist die Zeit, über die Zukunft des Verkehrs auf der Emscherallee zu sprechen“, meint Peter Strege (Bildungsbeauftragter der SPD Huckarde), Mitglied der Siedlergemeinschaft und Anwohner der Lindbergh-Straße. Im Hinterkopf hat er dabei das eine oder andere Problem, das in den kommenden Jahren auf die Emscherallee zukommen könnte.

Könnte – denn die zukünftigen Belastungen, die Strege anspricht, liegen in weiter Zukunft.

Da ist zum einen die bevorstehende Fertigstellung des Salzlagers auf dem Kokerei-Gelände Hansa zu einer Eventhalle, die den Verkehr weiter strapazieren könnte. „Die 1200 Gäste, die da zu den Konzerten kommen, fahren nicht mit dem Fahrrad an, die kommen mit dem Auto“, sagt Strege.

Wann kommt die Nordspange?

Zum anderen gibt es den Masterplan Mobilität 2004. In dem findet man noch immer die sogenannte „Nordspange“, eine Verbindung für gewerblichen Verkehr zwischen der B54 in Lindenhorst durch den Hafen bis zur Emscherallee. „Wenn die wirklich kommt, gibt es zusätzliche Belastungen in Huckarde“, fürchtet Strege. „Doch darauf bereitet sich niemand vor.“

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Doch andere Lokalpolitiker sehen das anders als Strege. Das zeigt die Meinung der Bezirksfraktion der Partei Die Linke: Hannelore Tölke erhofft sich den Ausbau der Nordspange. Sie hat die Erwartung, dass der vom Container-Terminal kommende Last-Verkehr über diesen Weg zu den Industrie-Gebieten abfließt. „Das wäre eine Entlastung für Huckarde“, so Tölke.

Auch Claudia Brückel (CDU) kritisiert die Verwaltung: „Wir haben in der BV so viele Ideen entwickelt und nie eine Rückmeldung bekommen. Zum Beispiel einen Kreisverkehr statt der Kreuzung zu bauen. Deshalb gibt es bis jetzt immer noch keine Lösung, die sich innerhalb weniger Jahre verwirklichen ließe.“

Peter Strege wünscht sich außerdem mehr Schutz für Fußgänger im Bereich der Baustellenampel. „Durch den Stau sind einige Autofahrer so gereizt, dass es im Bereich der Ampeln immer öfter zu haarsträubenden Situationen kommt. Ich habe vielfach beobachtet, wie Autofahrer das Rotlicht übersehen.“

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