Parallel zum ÖPNV-Streik: Verkehr auf Südwall steht ganzen Tag still

Warnstreiks am Donnerstag

Dortmunds Autofahrer müssen sich am Donnerstag auf lange Staus einstellen: Verdi blockiert den ganzen Tag einen wichtigen Teil des Walls. Auch der öffentliche Nahverkehr wird stillstehen.

Dortmund

, 14.10.2020, 11:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Südwall ist einer von Dortmunds wichtigsten Straßen.

Der Südwall ist einer von Dortmunds wichtigsten Straßen. © Hans Blossey (Archivbild)

Von 6 bis 18 Uhr wird nach Angaben der Polizei der Südwall zwischen den Kreuzungen Ruhrallee/Märkische Straße und Hohe Straße komplett gesperrt. Dort soll eine große Kundgebung von Verdi stattfinden.

Da gleichzeitig durch einen Warnstreik der gesamte öffentliche Nahverkehr der Stadt stillstehen wird, dürften die Auswirkungen, die ein gesperrtes Teilstück von Dortmunds wichtigster Straße nach der B1 mit sich bringen, ungleich stärker ausfallen. Mit langen Staus und verstopften Ausweichrouten ist zu rechnen.

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Verantwortlich für das zu erwartende Verkehrschaos ist der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst. Weil die kommunalen Arbeitgeber seit Monaten nicht auf Gewerkschaftsforderungen - unter anderem geht es um mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen - eingehen, überzieht Verdi das Land mit einer Welle an Warnstreiks. Dortmund ist dabei besonders betroffen.

Mehrere Bereiche in Dortmund gleichzeitig von Warnstreiks betroffen

Der kommende Streiktag am Donnerstag (15.10.) wird voraussichtlich aber der härteste für Dortmund, weil sich nun mehrere Berieche gleichzeitig betroffen sind:

  • Für Hunderte Familien fällt die Kinderbetreuung flach, weil die städtischen Kitas bestreikt werden
  • Termine bei der Stadtverwaltung fallen aus
  • der öffentliche Nahverkehr kommt zum Erliegen
  • und nun wird auch noch Dortmunds zentrale Ringstraße durchtrennt

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Zusätzliches Verkehrschaos durch Stern-Demos durch Dortmunds Innenstadt

Für weitere Verkehrsbehinderungen werden mehrere Demonstrationen sorgen, mit denen Verdi-Mitglieder ab 8.30 Uhr von verschiedenen Orten zur zentralen Versammlung auf den Südwall ziehen werden:

  • Ein Fußmarsch mit erwarteten 1100 Teilnehmern ab Vorplatz Cinestar über Steinstraße, Grüne Straße, Schützenstraße, Brinkhoffstraße, Königswall, Hoher Wall, Hiltropwall, Hansastraße, Kampstraße. An der Ecke Freistuhl kommen erwartete 300 Teilnehmer dazu, um dann über die Kampstraße gemeinsam Richtung Südwall zu ziehen.
  • Ein Fußmarsch mit erwarteten 800 Teilnehmern ab Deggingstraße über Märkische Straße
  • Ein Fahrrad-Aufzug mit erwarteten 50 Teilnehmern vom Phoenix-See über Faßstraße, Willem-van-Vloten-Straße und Märkische Straße
  • Ein Fahrrad-Aufzug mit erwarteten 350 Teilnehmern ab Universität/Otto-Hahn-Straße über Marie-Curie-Allee, Am Gardenkamp, Stockumer Straße, Betriebshof DSW21 (hier stoßen weitere Teilnehmer dazu), Ardeystraße, und Hohe Straße
  • Ein Fahrrad-Aufzug mit erwarteten 100 Teilnehmern ab Hoeschpark über Kirchderner, Lünener und Wambeler Straße, Borsigplatz, Borsigstraße, Bornstraße und Schwanenwall

Die Versammlung auf dem Südwall soll soll nach Angaben der Polizei bis ca. 13 Uhr gehen. „Inklusive Auf- und Abbau rechnen die Veranstalter mit Beeinträchtigungen auf dem Südwall von 6 bis 18 Uhr“, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung. Auf Nachfrage sagte Sprecherin Nina Kupferschmidt, dass die Polizei das betroffene Wallstück deswegen definitiv ab 6 Uhr absperren werde.

Somit wird der Wall zwischen den Kreuzungen mit der Märkischen/Kleppingstraße und der Hohen/Hansastraße gesperrt. Sperrungen wird es laut Polizei zudem an den Kreuzungen der Ruhrallee mit der Sonnen- und Gutenbergstraße sowie der Hohen Straße mit der Chemnitzer/Haken-/Gutenberg- und Sonnenstraße geben. Anwohner des besiedelten Quartiers werden jedoch durch die Absperrungen gelassen, so die Polizei.

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