Nach vier Monaten - Vorstadtkino öffnet wieder unter strengen Auflagen

dzKinos in Dortmund

Weniger Sitzplätze, verschiedene Ein- und Ausgänge und putzen bis die Hände qualmen: Ein Kinobesuch in Corona-Zeiten ist manchmal ein Abenteuer - aber es geht wieder.

Aplerbeck

, 25.06.2020, 13:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist das familiäre Ambiente, das die Filmfans an der Postkutsche, dem letzten Vorstadtkino in Dortmund, so mögen. Und eben das kann sich in Corona-Zeiten als ein großer Vorteil erweisen.

Denn während in den großen Kino-Zentren die Besucherströme für die verschiedenen Kinosäle irgendwie aneinander vorbeigeleitet werden müssen, ist man in der Filmbühne „Zur Postkutsche“ im Zentrum von Aplerbeck sozusagen unter sich. Ab Donnerstag (25.6.) können sich die Besucher davon überzeugen, dann sind die Türen wieder geöffnet.

Ein- und Ausgang an verschiedenen Seiten

Die Öffnung bedeutet für das Postkutschen-Team, dass es sich um viele Regeln kümmern muss. So wird der Eingang in die Filmwelt genau da sein, wo er bisher war - an der Schüruferstraße. Der Ausgang erfolgt dann über den Notausgang an der Ostseite des Kinos (in Richtung Marktplatz).

Der Notausgang wird zum offiziellen Ausgang umfunktioniert.

Der Notausgang wird zum offiziellen Ausgang umfunktioniert. © Jörg Bauerfeld

„Wir wollen es einfach mal versuchen, ob es sich wirtschaftlich überhaupt lohnt“, sagt Robert Schütte, Betreiber der Postkutsche. Eigentlich hatte Schütte geplant, das Kino nicht wiederzueröffnen, bis die Kontaktverbote aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr gelten.

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Nur die laufenden Kosten und die nun schon dreimonatige Pause zwangen den Pächter zum Umdenken. „Das wird eine Menge Arbeit“, so Schütte. Denn, nach jeder Vorstellung muss der komplette Saal gereinigt und desinfiziert werden.

Nur ein Viertel der Plätze

Obwohl nur ein Viertel der Plätze besetzt werden können. „Ich gehe davon aus, dass wir so 50 Personen pro Film in den Saal lassen können“, sagt Schütte. 200 würden eigentlich in das Lichtspielhaus passen - aber allen Eintritt zu gewähren, das sei zurzeit nicht möglich.

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Was möglich ist, ist der Verkauf von Snacks und Getränken. „Hier erfüllen wir alle Hygiene-Regeln“, sagt Schütte.

Und was ist mit den Eintrittskarten? Natürlich geht die Bestellung über das Internet, aber es ist auch ein Ticketverkauf an der Tageskasse vorgesehen.

Mund- und Nasenschutz Pflicht

Und was müssen die Besucher noch beachten? Im Foyer, an der Snackbar und auch beim Gang zu den Toiletten gilt die Mund-und-Nasenschutz-Pflicht. Die Maske kann während des Films wieder abgenommen werden, wenn der Besucher den Sitzplatz erreicht hat.

Auch ist das Kino verpflichtet, die Kontaktdaten der Gäste zu dokumentieren. Dies können die Besucher direkt vor Ort machen oder schon im Vorfeld über eine Druckvorlage aus dem Internet, die ausgefüllt und beim Kinobesuch abgegeben werden kann.

Kontaktdaten vor Kino-Besuch einreichen

Wer im Vorfeld eines Kinobesuchs die eigenen Kontaktdaten abgeben möchte, um Zeit zu sparen, kann sich online die PDF herunterladen und sich eintragen: www.cineprog.de/uploads/dortmund/kontakdatenerhebung_dortmund.pdf.

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