Auch ein neuer Stadtbahn-Tunnel steht auf der Vorschlagsliste von DSW21. © Stephan Schütze (A)
Meinung

Vorschläge zur Verkehrswende: Bitte nicht auf die lange Bank schieben

Zum „Motor der Verkehrswende“ will DSW21 mit einem Positionspapier zum Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in Dortmund werden. Jetzt muss die Politik reagieren.

Man werfe einen Stein ins Wasser – so drückte DSW-Verkehrsvorstand Hubert Jung das Anliegen des Positionspapiers zur Verkehrswende aus. Und man kann sicher sein, dass es Wellen schlagen wird – nicht nur mit Blick auf einen möglichen neuen Stadtbahn-Tunnel. Die Vorschläge machen deutlich, dass es man es bei DSW mit der Verkehrswende ernst meint.

Das hat Konsequenzen: Das Verkehrsunternehmen fordert mehr Geld und mehr Platz für Bus und Bahn. Und das geht nur zu Lasten des Individualverkehrs, also des privaten Autoverkehrs, stellte DSW-Vorstandschef Guntram Pehlke klar.

Jetzt ist die Politik am Zug: Sie muss sich entscheiden, ob sie diesen konsequenten Weg mitgehen und vor allem das Geld dafür zur Verfügung stellen will.

Und sie sollte sich damit nicht allzu lange Zeit lassen. Neue Buslinien lassen sich zwar schnell einführen. Im Bahnbereich ist der zeitliche Vorlauf allerdings länger.

Künftig muss es schneller gehen

Die ersten Überlegungen zur Anschaffung neuer Stadtbahnen, von denen das erste Fahrzeug Ende des Jahres im DSW-Betriebshof erwartet wird, wurden schon vor zehn Jahren angestellt. Der Grundsatzbeschluss für die Verlängerung der Stadtbahn-Linie U44 auf das Gelände der Westfalenhütte wurde 2017 getroffen. Baubeginn: nicht vor 2025.

Will man in Sachen Verkehrswende bis 2030 wirklich etwas erreichen, muss es künftig deutlich schneller gehen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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