Bekommt Dortmund ein „Demenzdorf“?

CDU-Vorschlag

Mit dem demografischen Wandel nimmt auch die Zahl der Demenzkranken zu. Die CDU will von der Verwaltung prüfen lassen, ob sich ein Demenzdorf wie in Holland auch in Dortmund umsetzen lässt.

Dortmund

, 16.04.2019 / Lesedauer: 2 min

Die CDU-Fraktion im Rat will die Umsetzbarkeit eines „Demenzdorfes“ als neues Betreuungskonzept für Demenzkranke für Dortmund von der Verwaltung prüfen lassen. Sie orientiert sich dabei an einem Beispiel aus den Niederlanden.

Dort ist für demenzkranke Menschen ein ganzes Dorf nahe Amsterdam entstanden. Die Betroffenen leben in kleineren Hausgemeinschaften zusammen und profitieren von demenzgerechter Architektur und individuell-bedürfnisorientierter Betreuung. Das Konzept soll nach dem Wunsch der CDU-Fraktion zunächst im Sozialausschuss vorgestellt werden.

Betroffene haben erhöhten Bewegungsdrang

„Die positive Korrelation zwischen steigendem Lebensalter und erhöhtem Demenzrisiko ist schon seit mehr als 20 Jahren wissenschaftlich belegt“, sagt Justine Grollmann, sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Rat und selbst gelernte Krankenschwester. „Betroffene haben einen erhöhten Bewegungsdrang, ihre Kommunikationsfähigkeit verändert sich, sie entwickeln spezielle Ernährungsgewohnheiten und/oder zeigen herausfordernde Verhaltensweisen. In Altenpflegeeinrichtungen, die nicht auf die Pflege demenzkranker Menschen spezialisiert sind, können diese besonderen Bedürfnisse in der Regel nicht ausreichend berücksichtigt werden“, stellt Grollmann fest.

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