Vor einem Jahr wurde Kioskbesitzer Mehmet Kubasik getötet

DORTMUND Mehmet Kubasik hatte keine Chance: Heute vor einem Jahr betrat ein Serienkiller den Kiosk des 39-Jährigen und exekutierte den Familienvater mit mehreren Kopfschüssen.

von Von Andreas Wegener

, 04.04.2007, 00:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vor einem Jahr wurde Kioskbesitzer Mehmet Kubasik getötet

Mordopfer Mehmet Kubasik

Wenige Minuten später bremsen Streifenwagen vor der Trinkhalle in der Mallinckrodtstraße. Von dem Täter fehlt jede Spur. Ein Umstand, an dem sich bis heute kaum etwas geändert hat – obwohl 160 Ermittler im ganzen Bundesgebiet nach dem Unbekannten jagen.Denn der beliebte Dortmunder Geschäftsmann ist nicht das erste Opfer des Mörders – und nicht das letzte: Zwei Tage später erschießt er in Kassel ebenso kaltblütig Halit Yozgat (21), den Betreiber eines Internet-Cafés. Einen Tag später gibt der Dortmunder Staatsanwalt Dr. Heiko Artkämper bekannt: Mehmet Kubasik wurde von einem Killer getötet, der seit September 2000 bereits neun türkische und griechische Geschäftsleute auf dem Gewissen hat. Weitere Tatorte: Nürnberg (3), Hamburg, München (2), Rostock.Eine einzigartige Mordserie, die die Ermittler vor große Rätsel stellt. Auch eine Belohnung von insgesamt 300.000 Euro bringt keine heiße Spur. Bei den Opfern lassen sich – bis auf ihre Nationalität – einfach keine Gemeinsamkeiten finden. Keine kriminelle Vergangenheit. Keine gemeinsamen Bekannten. Keine zwielichtigen Geschäftspartner. Kein politisches Engagement.

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