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Vor 10 Jahren: Als auf der B1 kein einziges Auto unterwegs war

Es war ein ungewohntes Bild vor zehn Jahren, als der Ruhrschnellweg ganz in der Hand der Fußgänger war und Autos „draußen bleiben“ mussten. Fotos von damals zeigen die besondere Atmosphäre.
Menschen statt Autos: Im Kulturhauptstadtjahr 2010 war das Stillleben auf der B1 am 18. Juli eine der größten Aktionen. © Stephan Schütze

Die erste Assoziation mit der B1 und der A40 dürfte bei den meisten Autofahrern die selbe sein: Viel Verkehr, viele Autos und nervenaufreibende Stunden, die man lieber woanders verbringen würde. Doch vor 10 Jahren, am 18. Juli 2010 um genau zu sein, war für einen Tag alles anders.

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Vor 10 Jahren stand der Verkehr auf der B1 und der A40 still

Keine Staus, keine Autos und viele sonst so genervte Autofahrer verbrachten plötzlich nervenaufreibende Stunden auf der Autobahn im positiven Sinne: Beim Still-Leben verwandelte sich der Ruhrschnellweg auf rund 60 Kilometern nämlich von der vielbefahrenen Verkehrshauptschlagader im Revier zur riesengroßen Fußgängerzone.

Für einen Tag wurden die B1, die A40 und auch teile der A52 von Dortmund bis Duisburg für den motorisierten Verkehr gesperrt und für Menschen ohne Auto freigegeben. Die Aktion fand im Rahmen des Projektes RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas Stadt, bei dem das Ruhrgebiet als “Europäische Kulturhauptstadt” präsentiert wurde.

Ein besonderer Tag

Und diese Idee kam gut an, hunderttausende Menschen strömten bei bestem Wetter auf den Ruhrschnellweg, um einmal zu Fuß auf der Autobahn unterwegs gewesen zu sein. Es wurden über 20.000 Tische aufgebaut, gefeiert, gesungen, getrunken.

Dass der eine oder andere Besucher auf Inlinern dann doch wieder in den Stau geriet, wird dem besonderen Flair dieses Events keinen Abbruch getan haben.

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