Zugeparkter Wendehammer: Mieter müssen über die Wiese zur Arbeit fahren

dzVonovia

Ein Wendehammer, der seinen Namen nicht verdient: Denn wenden kann in dem Wendehammer hinter einem Mietshaus in Dortmund niemand. Die Stadt soll sich laut Vermieter um das Problem kümmern.

Dorstfeld

, 18.03.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Verkehrsschild weist auf das Parkverbot im Wendehammer hin. Doch das wird offenbar von Anwohnern und ihren Gästen ignoriert. Ständig sei der Wendehammer zugeparkt, berichtet eine Vonovia-Mieterin, die ihren Namen nicht öffentlich nennen möchte.

Sie wohnt in einem der Häuser, die an den Wendehammer der Straße Fine Frau in Dorstfeld grenzen. Von ihrem Fenster aus hat sie einen guten Ausblick auf das Park-Chaos im Wendehammer. „Hier werden Autos zugeparkt und morgens mal eben zur Arbeit ist nicht“, erzählt sie.

Häufig müsse sie über die Wiese vor den Häusern fahren, um überhaupt vorwärts zu kommen. Das Problem bestehe sei mehreren Jahren, werde aber immer schlimmer, berichtet die Anwohnerin.

Mülltonnen werden zugeparkt und deshalb unregelmäßig geleert

Und es werden nicht nur Autos zugeparkt. Auch vor dem Müllplatz am Rand des Wendehammers stehen regelmäßig Fahrzeuge. „Die Mülltonnen werden deshalb oft nur unregelmäßig geleert.“

Ein Problem, das die Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) so nicht bestätigt. „Der Müllplatz Fine Frau ist bei uns nicht auffällig, das heißt hier liegen keine Meldungen von Nichtleerungen aufgrund zugeparkter Mülltonnen-Stellplätze vor“, sagt EDG-Pressesprecherin Petra Hartmann.

Auch der Müllplatz wird zugeparkt.

Auch der Müllplatz wird zugeparkt. © Privat

Grundsätzlich würden Leerungsteams den Stellplatz aber nochmals anfahren, wenn sie davon ausgehen, dass dieser nur kurzfristig zugeparkt ist. Wohnungsgesellschaften oder Vermieter werden im Notfall kontaktiert.

Der Vonovia ist das Problem des Fine-Frau-Wendehammers bekannt. „Aber da der Wendehammer nicht uns, sondern der Stadt gehört, haben wir nicht viel Handlungsspielraum“, sagt Vonovia-Sprecherin Bettina Benner.

Vonovia hat sich an die Stadt Dortmund gewandt

Die Vonovia habe allerdings bereits Kontakt zur Stadt Dortmund aufgenommen. Zumindest was den Müllplatz angehe sei man schon ein Stück weiter. „Wir haben die Markierung des Müllplatzes und somit eine Kennzeichnung des Parkverbots angefragt und die Stadt hat es bereits genehmigt.“

Umgesetzt worden sei die neue Markierung allerdings bislang nicht. Die Stadt müsse dazu ein Fachunternehmen beauftragen und das sei offenbar noch nicht geschehen. „Nach einer Nachfrage hat man uns versichert, sich schnellstmöglich zu kümmern“, sagt Bettina Benner.

„Bezüglich des örtlichen Standorts der Entsorgungsbehälter kam Vonovia bereits

auf die Straßenverkehrsbehörde im Tiefbauamt zu“, bestätigt Stadt-Pressesprecher Christian Schön auf Anfrage. „Es wurde eine entsprechende Genehmigung zur Markierung erteilt.“

Allerdings könne Vonovia selbst eine Fachfirma beauftragen. In der Regel könne ab April markiert werden oder bei beständigem Wetter.

Anwohner müssen sich an die Parkregelung halten

Was die Park-Problematik angehe, seien vor allem die Anwohner gefragt, so Christian Schön. „Den Begriff des ‚Wendehammers‘ gibt es nicht in der Straßenverkehrs-Ordnung“, erklärt er. „Es handelt sich schlichtweg um eine Fahrbahn.“

Dabei gelten die allgemein gültigen Regelungen zum Parken am rechten Fahrbahnrand. Wer sich nicht daran halte, handele ordnungswidrig. „Die scheinbar vorherrschenden Fehlverhalten können durch das Ordnungsamt verfolgt werden.“

Das Ordnungsamt sei auch bereits im Zuge der Verkehrsüberwachung je nach personellen Möglichkeiten an der Straße Fine Frau und am Wendehammer unterwegs.

Unabhängig davon können aber auch die Anwohner Falschparker anzeigen. Alle Informationen dazu gibt es beim Ordnungsamt der Stadt.

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