Viele Kontrollen: Polizei erwischt Raser mit 140 km/h in der City

Illegale Rennen

Die Polizei Dortmund hat am langen Wochenende in drei Nächten Schwerpunktkontrollen gegen Raser durchgeführt. An einigen Verdachtsorten war es ruhig - an anderen dafür ganz und gar nicht.

Dortmund

25.05.2020, 15:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über das lange Wochenende ist die Polizei Dortmund erneut mit mehreren nächtlichen Schwerpunkteinsätzen gegen Raser vorgegangen. Die Bilanz der drei Einsätze hat die Behörde am Montag vorgestellt.

Mit 140 Kilometern pro Stunde durch die Stadt

Am Donnerstag (21. Mai) und Freitag (22. Mai) sei vor allem die Innenstadt Treffpunkt für Raser gewesen. Drei Personen seien Fahrverbote erteilt worden: einem 27-jährigen Hagener, der mit 117 km/h bei erlaubten 60 unterwegs gewesen sei und einem 29-jährigen Dortmunder, der es an der gleichen Stelle sogar auf 140 Kilometer pro Stunde gebracht habe.

Ein 33-jähriger Bochumer habe es auf dem Wall durch starkes Beschleunigen aus dem Stand an einer roten Ampel geschafft, die folgende Ampel bei Grün zu passieren. Das lasse die Ampelschaltung am Wall normalerweise nicht zu. Gegen ihn wird auch wegen des Verdachts eines illegalen Rennens „als Alleinhandelnder“ ermittelt.

Lärmbelästigung am Phoenix-See

Am Samstag (23. Mai) habe die Polizei den Fokus auf den Phoenix-See gelegt. Dort sei es in jüngerer Vergangenheit zu zahlreichen Beschwerden über Lärmbelästigung gekommen. Im Umfeld der Phönixseestraße habe die Polizei insgesamt 46 Platzverweise an vermeintliche Verursacher ausgesprochen - konkrete Verstöße seien nicht festgestellt worden.

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Ab 23 Uhr am späten Samstagabend sei zudem ein verstärktes Verkehrsaufkommen, vor allem am Wall, aufgefallen. Dort habe es an einigen Kreuzungen auch Stau gegeben.

Insgesamt habe die Polizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag drei Autos sichergestellt, zwei der Fahrer haben laut der Polizei „deutlichen Szenebezug“.

Die Bilanz aus drei Nächten

In der Speicherstraße am Hafen und auf Phoenix-West - beide ebenfalls als Treffpunkte der Raserszene bekannt - sei es an den Kontrolltagen vergleichsweise ruhig gewesen.

Insgesamt zählt die Polizei für alle drei Nächte zusammen:

  • 3 Strafanzeigen
  • 21 Verwarngelder und Zahlkarten (vier davon gegen Radfahrer)
  • 22 Ordnungswidrigkeitsanzeigen
  • 42 verkehrsdidaktische Gespräche
  • 58 Platzverweise

Zwei Personen seien in Gewahrsam genommen und insgesamt fünf Autos sichergestellt worden.

Die Polizei Dortmund werde weiterhin Schwerpunktkontrollen durchführen, die sich gegen illegale Rennen richten. „Die Maßnahmen zeigen deutlich, dass unser Fokus, auf Raser ausgerichtet, zwingend nötig ist“ resümierte Polizeipräsident Gregor Lange.

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