Verschärfte Regeln: Dortmunder bewerten Maskenpflicht als „vernünftig“

dzCorona-Pandemie in Dortmund

Seit dieser Woche gilt in der Dortmunder Innenstadt auf dem Osten- und Westenhellweg eine Maskenpflicht. Auch in Brackel gilt auf dem Markt das gleiche. Was sagen die Dortmunder dazu?

Brackel

, 15.10.2020, 12:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seitdem die Corona-Zahlen immer mehr steigen, gab es Diskussionen über eine Verschärfung der Corona-Hygiene-Vorschriften. Seit Neuestem gibt es auf in der Fußgängerzone der Innenstadt eine Maskenpflicht.

Auf Märkten muss der Mundschutz nun auch wieder in den Gängen getragen werden. Wie wird das in den Stadtteilen gehandhabt?

In Brackel laufen viele Menschen auf der Straße mit einem Mund-Nasenschutz herum

In Brackel laufen viele Menschen auf der Straße mit einem Mund-Nasenschutz herum. © Oliver Schaper

In Brackel laufen einige Menschen generell mit Maske herum, aber nicht alle. Oft sind es Ältere die einen Mund-Nasen-Schutz tragen, doch auch Jüngere sind damit unterwegs.

Zustimmung zur Maskenpflicht

Die Brackeler Passanten finden die Regeln generell gut. „Ich trage unterwegs zur Sicherheit immer eine“, erklärt Nadine Schüler aus Brackel. „Das finde ich auf jeden Fall sicherer.“ Es gebe genug Menschen, die nicht den gebotenen Mindestabstand einhalten würden. „Daher finde ich es richtig, dass sowohl auf dem Marktplatz als auch in der City Masken getragen werden müssen“, sagt sie.

Thomas aus Wambel findet die Maskenpflicht gut.

Thomas aus Wambel findet die Maskenpflicht gut. © Tobias Weskamp

„Ich finde die Maskenpflicht absolut richtig. Die Experten wissen genau, warum sie das so machen“, sagt auch Martin Klein. Auch dass sie jetzt an mehr Orten gilt und überall durchgesetzt wird: „Wenn sich nicht alle daran halten, bringt es nichts. Dann soll es notfalls auch eine Strafe geben.“

Thomas aus Wambel findet die Maskenpflicht drinnen noch wichtiger als draußen. „In geschlossenen Räumen ist nun einmal die Luftzirkulation nicht so gut.“ Aber an Orten, an denen viele Menschen eng aneinander vorbeigehen wie Marktplätzen oder dem Westenhellweg in der Innenstadt findet er es auch sinnvoll, ebenso wie ein älterer Herr: „Auf dem Brackeler Marktplatz ist das generell gut“, sagt er.

Rücksicht nehmen

„Solange es kein Gegenmittel gibt, müssen wir alles dafür tun, dass die Zahlen nicht noch höher werden“, ist sich Moritz aus Brackel sicher. Auf dem Marktplatz oder auch auf Gehwegen, wenn man eng aneinander vorbeigehe, sei das besonders mit Rücksicht auf ältere Mitbürger wichtig. „Traurig, dass sich manche nicht daran halten, auch in Geschäften.“

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Die Buchhandlung dreesen-lesen habe keine Probleme mit Maskenverweigerern. „Unsere Kunden halten sich meist daran. Und wenn nicht, weisen wir sie darauf hin“, erklärt Inhaberin Petra Dreesen. Die meisten hätten auch kein Problem damit, „selbst eine 99-jährige Kundin nicht“.

Frank Wahl vom Restaurant Wahl Fisch lobt seine Kunden.

Frank Wahl vom Restaurant Wahl Fisch lobt seine Kunden. © Oliver Schaper (Archiv)

Auch Frank Wahl vom Restaurant Wahl Fisch lobt seine Kundschaft. „Wir achten darauf, dass sich unsere Gäste daran halten. Das ist auch wichtig als Signal an andere.“

Thomas Tan, Inhaber der Parfümerie Borgmann, ist mit dem Kunden-Verhalten zufrieden. „Manchmal vergisst es jemand, dann weisen wir freundlich darauf hin“, sagt er. Die Verschärfung findet Tan vernünftig. „Wir müssen als Gesellschaft dafür sorgen, dass die Zahlen runtergehen.“

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