DSW21 bietet für die Beschäftigten des Konzerns mobile Coronatest in einem Test-Bus, der die vielen DSW-Standorte anfährt. © DSW21
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Verschärfte Maskenpflicht in Bus und Bahn: Bald ist Ende der Schonfrist

Corona prägt auch den Alltag beim Verkehrsunternehmen DSW21. Bei Bus und Bahn gelten dabei strenge Schutzvorschriften. Dazu gehört auch eine verschärfte Maskenpflicht.

Seit dem 24. April gilt in Bus und Bahn eine verschärfte Maskenpflicht. Fahrgäste müssen seitdem eine FFP2- oder KN95-Maske tragen, eine OP-Maske reicht nicht mehr aus.

Größere Probleme gab es bei der Umsetzung bislang offenbar noch nicht: „Der weitaus größte Teil der Fahrgäste hält sich bereits an die verschärfte Maskenpflicht“, bilanziert DSW-Technik-Chef Ralf Habbes. Alle anderen werden vom Service- und Sicherheitspersonal angesprochen und auf die neue Regelung hingewiesen. Da gilt in der ersten Woche noch Kulanz, berichtet Habbes. Er geht aber davon aus, dass sich die Masken-Vorschrift nach der kurzfristigen Änderung bis Ende der Woche weiter herumgesprochen hat.

Das Problem, dass Entscheidungen von Bund und Land mit Corona-Schutzmaßnahmen oft sehr kurzfristig getroffen und umgesetzt werden müssen, kennt DSW aus eigener Erfahrung. Mit einem eigenen Krisenstab versucht man vorausschauend zu planen – und hatte so schon einen Vorrat an FFP-2-Masken für das eigene Personal angeschafft.

Keine größeren Corona-Ausbrüche

Von größeren Corona-Ausbrüchen ist man bislang verschont geblieben. Insgesamt gab es rund 85 positive Fälle unter rund 2000 Mitarbeitern, bilanziert DSW-Sprecher Frank Fligge. Damit liege man im Bundesdurchschnitt.

Uwe Reckermann ist bei DSW21 Fahrbetriebsleiter für den Stadtbahn-Betrieb. © DSW21 © DSW21

Dazu beigetragen haben wohl auch die Sicherheitsvorkehrungen im Betrieb mit zusätzlichen Schutzscheiben an den Busfahrer-Kabinen, besondere Regelungen für die Pausenräume und jetzt auch die mobilen Corona-Tests für die einzelnen Betriebsbereiche.

Bei Corona-Verdacht gibt es oft auch kurzzeitige Quarantänen – was vor allem Reckermann und Holub viel Arbeit beschert, weil sie Einsatzpläne anpassen müssen. Immerhin: Fahrtausfälle hat es wegen Corona noch nicht gegeben.

Rainer Holub ist bei DSW21 Fahrbetriebsleiter für den Bus-Bereich. © DSW21 © DSW21

Bei DSW bemühe man sich das volle Angebot aufrecht zu erhalten – auch während der nächtliche Ausgangssperre. Man sei für all jene da, die nachts zur Arbeit müssten und auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen seien, versichert DSW-Betriebs- und Marketing-Leiter Dr. Heinz-Josef Pohlmann. Nur wenn man feststelle, das Fahrten über längere Zeit ganz ohne Fahrgäste stattfänden würde man in Absprache mit dem städtischen Krisenstab über Kürzungen nachdenken.

Die Vorgabe, Busse und Bahnen mit Blick auf nötige Abstände höchstens zur Hälfte auszulasten, lasse sich meist erfüllen, heißt es bei DSW21 – Einzelfälle, wie etwa beim Zubringer zum Amazon-Logistikcenter zum Schichtwechsel, ausgenommen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich
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