Seit Montag (25.1) gilt in NRW die verschärfte Maskenpflicht. Jetzt ist das Tragen einer medizinischen Maske ein Muss (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Pandemie

Verschärfte Maskenpflicht beim Einkaufen: „Habe mit Problemen gerechnet“

Im Supermarkt gehören Stoffmasken der Vergangenheit an. Seit Montag (25.1.) müssen Kunden beim Einkauf eine medizinische Maske tragen. Halten sich die Dortmunder daran?

In den Supermärkten schieben die Dortmunder am Nachmittag gelassen ihren Einkaufswagen durch die Gänge. Sie folgen den Pfeilen auf dem Boden zwischen den Regalen hindurch bis zur Kasse. Aber wie steht es um die Pflicht, eine medizinische Maske statt einer beliebigen Stoffmaske zu tragen? Halten sich die Dortmunder daran?

Verschärfte Maskenpflicht: Wer kontrolliert‘s?

FFP2- und OP-Masken sind für Kunden sowohl im öffentlichen Nahverkehr als auch in den Supermärkten in NRW seit Montag (25.1) ein Muss.

Kassiererin Ilona Amedowski ist von ihren Kunden in der Netto-Filiale an der Rheinischen Straße in der Innenstadt positiv überrascht: „Ich habe mit Problemen gerechnet“, sagt sie, und zieht weiter Lebensmittel über den Scanner. Aber bisher halten sich alle daran, führt sie aus.

„Hey Gabi“, ruft sie ihrer Kollegin zu, die an der benachbarten Kasse sitzt. „Hattest du mit Kunden Probleme wegen der Masken?“ Die Kollegin raunt ein „Nö!“ herüber, ohne sich umzudrehen, während sie einen Kunden abkassiert.

Im Detail kontrollieren, ob es sich tatsächlich um eine medizinische Maske handele, das könne Amedowski natürlich nicht. Aber den Unterschied zwischen einer Stoff- und einer FFP2-Maske könne sie wohl erkennen.

Der Einzelhandel solle und könne auch gar nicht als Kontrolleur fungieren und die Ordnungsbehörden ersetzen, sagt Handelsverband-Sprecher Markus Kaluza. Im Zweifelsfall könne jeder Supermarkt beim Verstoß gegen die Pflicht von seinem Hausrecht Gebrauch machen, zuerst werde in der Praxis aber auf den Dialog gesetzt. Die Dortmunder seien diszipliniert und haben auch die verschärfte Pflicht schnell verinnerlicht, sagt er. Ihm seien keine Negativmeldungen zu Ohren gekommen.

Wie kommt die Pflicht bei den Kunden an?

Diesen Eindruck teilen die Dortmunder Kunden in den Supermärkten. Die Maske gehöre mittlerweile zur Normalität, sagen die meisten auf Nachfrage. Viele hätten auch bereits vor der verschärften Pflicht zum Schutz auf die medizinische Maske gesetzt.

So auch eine 23-jährige Krankenschwester, die am Nachmittag ihren Einkauf erledigt. Das, was sie nur an der verschärften Pflicht besonders störe, sei die Müllproduktion. Die Stoffmaske sei doch wesentlich umweltfreundlicher.

Die Dortmunderin Margarete Weiß (71) hat sich mit dem Tragen der FFP2-Maske beim Einkauf abgefunden.
Die Dortmunderin Margarete Weiß (71) hat sich mit dem Tragen der FFP2-Maske beim Einkauf abgefunden. © Irina Höfken © Irina Höfken

Die 71-jährige Dortmunderin Margarete Weiß hat sich ebenfalls mit der verschärften Pflicht abgefunden. „Die Leute halten sich dran. Endlich haben sie es eingesehen“, ist ihre Einschätzung.

Das Atmen mit der FFP2-Maske falle ihr schwerer, aber wenn es dem Schutz diene, solle es wohl so sein. Obwohl sie zur Risikogruppe gehöre, mache sie weiter ihren Einkauf selbst. „Einsam drehe ich meine Runden“, sagt sie. Ihr Lichtblick sei der März. Dann könne sie wieder ohne Maske in ihren Garten gehen.

Über die Autorin
Volontärin
Ist am Niederrhein geboren und aufgewachsen. Hat Germanistik und Kunstgeschichte studiert und lebt seitdem in ihrer Wahlheimat Bochum. Liebt das Ruhrgebiet und all seine spannenden Menschen und Geschichten.
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Irina Höfken

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