Am Phoenix-See war es am Sonntag (9.5.) zum Teil rappelvoll. © Markus Wüllner
Coronavirus

Verschärfte Kontrollen am Phoenix-See: Behörden wollen durchgreifen

Der Phoenix-See ist ein Besuchermagnet, vor allem an freien Tagen und bei gutem Wetter. In nächster Zeit wird dort verschärft kontrolliert. Dabei geht es nicht nur um den Hygieneschutz.

Ob an Feiertagen, am Wochenende oder bei schönem Wetter: Der Phoenix-See in Dortmund-Hörde zieht viele Besucher an. So war es in letzter Zeit bei schönem Wetter dort zum Teil ziemlich voll. Das haben auch die Polizei und das Ordnungsamt beobachtet – so geht es aus einer Pressemitteilung hervor.

Trotz allem Verständnis, dass die Menschen bei gutem Wetter an die frische Luft strömen, befinde man sich aktuell noch immer in der dritten Corona-Welle, die bekannten Regelungen zum Infektionsschutz gelten nach wie vor, heißt es darin. Doch genau hier liege das Problem: Viele Besucher trugen am See keinen Mund-Nasen-Schutz, Abstandsregelungen seien nicht eingehalten worden.

Verstärkte Kontrollen

Aus diesem Grund werde das Ordnungsamt mit Unterstützung der Polizei in den nächsten Tagen – am Vatertag und an den kommenden Wochenenden – verstärkt Kontrollen am Phoenix-See durchführen. Neben dem Hygieneschutz werden aber auch die “Poserszene” und die damit verbundenen Verkehrsbelastungen in den Fokus genommen.

Die Bitte: Bei Hinweisen auf Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten könne man die Mitarbeiter des Ordnungsamts sowie die Polizisten vor Ort direkt ansprechen. Gleichzeitig müsse andersherum damit gerechnet werden, dass bei festgestellten Verstößen konsequent eingeschritten und diese geahndet werden.

Bereits am Sonntag (9.5.) standen der Phoenix-See, aber auch der Westpark und der Nordmarkt im Fokus von Kontrollen, wie die Stadt Dortmund auf Anfrage mitteilt. Insgesamt seien stadtweit 44 Personalien festgestellt, 30 Ordnungswidrigkeitsanzeigen geschrieben und ein Verwarngeld verhängt worden – sieben Platzverweise habe es gegeben.

Neben 222 Bürgergesprächen habe es zehn mündliche Verwarnungen gegeben. Im Wesentlichen seien die Maßnahmen auf Verstöße gegen die Corona-Schutz-Verordnung zurückzuführen.

Auch Kontrollen zur Ausgangssperre

Doch trotz des guten Wetters am Sonntag galt natürlich auch am Wochenende die Ausgangssperre. Ordnungsamt und Polizei kontrollierten gemeinsam. Dabei seien Beschwerden, die über das Bürgertelefon des Ordnungsamts sowie über die Leitstelle der Polizei eingegangen seien, von den Einsatzkräften abgearbeitet worden.

Laut Stadt seien vom 8. bis 10 Mai insgesamt 66 Ordnungswidrigkeits-Anzeigen gefertigt worden, sowohl wegen verbotener Ansammlungen als auch wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkung. In Lütgendortmund habe man eine Party mit neun Menschen aus verschiedenen Haushalten aufgelöst. Konsequenz: die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens.

Während laut Stadt verbotene Ansammlungen mit einem Bußgeld in Höhe von 250 Euro dotiert sind, kostet der Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkung 150 Euro.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
1995er Jahrgang, in Bochum geboren. Seit 2016 bei den Ruhr Nachrichten. Von da an verschiedene Abteilungen durchlaufen. Mittlerweile überwiegend in der Dortmunder Lokalredaktion aktiv.
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