Verkehrschaos durch Straßensperrungen – und es wird noch schlimmer

dzBaustellen in östlicher Innenstadt

Der Weg in den Dortmunder Osten ist für Autofahrer schon jetzt ein Nervenkrieg. Baustelle reiht sich an Baustelle. Und es gibt Anzeichen dafür, dass es noch chaotischer wird.

von Rebekka Antonia Wölky

Mitte

, 11.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Autofahrer, die vom Dortmunder Westen oder aus der Innenstadt in den Osten unterwegs sind, brauchen momentan starke Nerven. Besonders morgens und im Feierabendverkehr. Denn mehrere Baustellen versperren den Weg. Zwar sind vielerorts Umleitungen ausgeschildert, doch zu den Stoßzeiten staut es sich auch auf den Umgehungsrouten. Das bekommt Ulrike Tulhoff, die in der nördlichen Gartenstadt wohnt, deutlich zu spüren.

Straßen führen ins Nichts

„Man kommt zwar relativ schnell vom Osten in den Westen, aber alles, was von Westen kommt, ist ein Problem. Meine Mutter und mein Sohn wohnen im Kreuzviertel. Zu den Stoßzeiten brauchen wir für den Weg von dort nach Hause jetzt fast eineinhalb Stunden länger“, sagt sie. Auch der Weg aus der City dauere lange.

Besonders die wegen Kanalarbeiten gesperrte Kronprinzenstraße in der Innenstadt-Ost, die Netzbauarbeiten an der Saarlandstraße und die nach einem Wasserrohrbruch auf Höhe der Lübkestraße teilweise gesperrte B1 führen momentan zu chaotischen Verkehrssituationen. „Auf Dauer ist man davon total entnervt“, sagt Ulrike Tulhoff. „Jede Straße scheint irgendwo ins Nichts zu führen, ständig steht man mit dem Auto vor einer neuen Baustelle.“

Verkehrschaos durch Straßensperrungen – und es wird noch schlimmer

Ulrike Tulhoff ist genervt: Für den Heimweg aus der Innenstadt und dem Westen Dortmunds braucht sie aktuell rund eineinhalb Stunden länger als sonst. © Rebekka Wölky

Hellweg ebenfalls gesperrt

Und die Situation wird sich so schnell wohl auch nicht verbessern. „In den nächsten Wochen wird es erst richtig spannend“, sagt Tulhoff. Denn vom 13. Juli bis zum 23. August fahren auf dem Hellweg wegen Gleisbauarbeiten anstelle der U-Bahn-Linie U43 zwischen den Haltestellen „Am Zehnthof“ und „Wickede“ Busse als Schienenersatzverkehr. „Ich kann mir vorstellen, dass das den Autoverkehr an den Haltestellen auf dem Hellweg dann noch zusätzlich blockiert“, sagt Tulhoff.

Bereits im Mai hatte es am Brackeler Hellweg Einschränkungen wegen Gleisbauarbeiten gegeben. Am 15. Juli kommen noch zwei weitere Baustellen hinzu: An der Voßkuhle und im Defdahl führt die Dortmunder Netz GmbH Arbeiten an den Versorgungsleitungen durch. Zwischen Brackeler Hellweg 29 und Wambeler Hellweg 181 werden Rohrsanierungsarbeiten vorgenommen. Hier verbleibt in jeder Fahrtrichtung nur eine Fahrspur.

Baustellen bleiben mehrere Monate

Wegen der neuen Baustellen rechnet Ulrike Tulhoff in den nächsten Wochen mit noch chaotischeren Zuständen. „Wir sind ja nicht die Einzigen, die sich umorientieren müssen. Schwierig ist im Moment vor allem, in den Bereich zwischen Defdahl und Hellweg zu kommen“, erklärt sie. „Es geht bei den Sperrungen ja nicht um ein paar Tage, sondern immer gleich um mehrere Wochen.“ In der Kronprinzenstraße wird sogar bis Mitte November gebaut.

Auf die Frage, ob sich die Situation durch bessere Absprachen hätte entzerren lassen, hat die Stadtverwaltung bisher nicht geantwortet.

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