Der Einbrecher-Prozess wird im großen Saal 130 verhandelt. © Martin von Braunschweig
Landgericht Dortmund

Vater und Söhne sollen bei Einbrüchen 160.000 Euro erbeutet haben

Ein Vater und seine zwei Söhne sorgten als Profi-Einbrecher in Dortmund und Umgebung für Wut und Enttäuschung. Jetzt drohen dem Trio mit zahlreichen Alias-Identitäten viele Jahre Haft.

Nach einer Serie von Wohnungseinbrüchen in Dortmund und Umgebung drohen einem Vater (39) und seinen zwei Söhnen (20/24) empfindliche Haftstrafen von bis zu fünf Jahren. Vor dem Dortmunder Landgericht hat das seit März in U-Haft sitzende Trio am Donnerstag (15.10.) weitreichende Geständnisse abgelegt.

Die Staatsanwaltschaft rechnet die drei Angeklagten einer mehr als zehnköpfigen Profi-Einbrecherbande zu, die bis zum Dezember 2019 regelmäßig mit einem in der Schweiz zugelassenen weißen Alfa Romeo im Ruhrgebiet auf Diebestour unterwegs gewesen ist.

Bande soll insgesamt 163.000 Euro erbeutet haben

Am 31. Juli 2019 soll das Trio durch das so genannte „Kittfalzstechen“ in ein Reihenhaus in Kirchlinde eingebrochen sein und dort Bargeld und Schmuck im Wert von rund 5.000 Euro erbeutet haben.

Als weitere Tatorte listet die Anklage 21 Wohnungen und Häuser unter anderem in Bochum, Witten, Recklinghausen und Bottrop auf. Den Wert der Diebesbeute beziffert die Staatsanwaltschaft auf insgesamt rund 163.000 Euro.

Zentrale der Einbrecherbande war angeblich eine Wohnung in Oberhausen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Einbrecher von dort aus in wechselnder Beteiligung zu Einbruchstouren ausgeschwärmt sind. Zum Schluss hatte die Polizei nach einem Tipp heimlich einen Peilsender unter dem „Beutefahrzeug“ der Einbrecher angebracht.

Mit einem Urteil ist voraussichtlich Anfang November zu rechnen.

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