Tief „Xero“

Unwetter sorgt für „Vollalarm“: Hunderte Einsätze für die Dortmunder Feuerwehr

Ein Unwetter der zweithöchsten Warnstufe ist über Dortmund gezogen. Starker Regen und Hagel beschäftigten die Dortmunder Feuerwehr. So sehr, dass sie in manchen Teilen der Stadt Unterstützung benötigte.
Unwettertief Xero hat für hunderte Einsatz in der Nacht auf Mittwoch (30.6.) gesorgt. Hier: Ein Hilfeleistungslöschfahrzeug vor einem betroffenen Wohnhaus. © Feuerwehr Dortmund

Das Wichtigste in Kürze:

  • Am Dienstagabend (29.6.) ist ein Unwetter der zweithöchsten Warnstufe über Dortmund gezogen
  • Das Unwettertief „Xero“ sorgte für einen „Vollalarm“ bei der Feuerwehr
  • Zahlreiche Keller liefen voll, Straßen wurden überschwemmt
  • Von etwa 21 bis circa 4 Uhr am Morgen wurden 365 wetterbedingte Einsätze gezählt

Eine Zusammenfassung der Ereignisse und die zahlreichen Folgen des Unwetters auch für den folgenden Tag lesen Sie hier:

13.35 Uhr: Oberbürgermeister dankt Feuerwehrleuten

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal hat am Tag nach dem „Vollalarm“ den rund 380 Einsatzkräften seinen Dank ausgesprochen. Sie hätten „einmal mehr gezeigt, dass auf sie in diesen extremen Wettersituationen Verlass ist““

Westphal: „Vor allem die Helfer und Helferinnen der Freiwilligen Feuerwehr schließe ich in diesen Dank ein. Die Bevölkerung kann auf die Hilfe professioneller und engagierter Einsatzkräfte bauen.“

Das Gewitter hat am Dienstagabend auch den Betrieb von Bussen und Bahnen in Dortmund empfindlich gestört. Zwischen 21 Uhr und Mitternacht fielen etliche Fahrten aus oder verspäteten sich, weil unter anderem Busse feststeckten.

9.10 Uhr: Feuerwehr löste „Vollalarm“ aus – Fazit am Morgen

Wie die Feuerwehr am Mittwochmorgen (30.6.) mitteilt, war sie in der Nacht mit über 380 Kräften im Einsatz. Unwettertief Xero sorgte mit Gewitter und Starkregen für überschwemmte Straßen und Wassereinbrüche in Kellern und Tiefgaragen.

Gegen 21 Uhr gingen in der Einsatzleitstelle der Feuerwehr Dortmund die ersten Notrufe aus den südlichen Stadtgebieten ein. Durch die starken Regenfälle waren hier erste Keller mit Wasser vollgelaufen. Minütlich sei die Zahl der Anrufer gestiegen und in der Leitstelle wurden alle Notrufabfrageplätze besetzt.

Auch erste Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr wurden in der Folge hinzugezogen, um die Einsätze, bei denen es sich in erster Linie um vollgelaufene Kellerräume, Tiefgaragen und Aufzugsschächte sowie überschwemmte Straßenzüge handelte, abzuarbeiten, heißt es weiter.

Gegen 22.20 Uhr wurde durch die Einsatzleitstelle dann ein sogenannter „Vollalarm“ für die Freiwillige Feuerwehr ausgelöst. Somit wurden auch die Löschzüge aus den nicht oder weniger betroffenen Stadtteilen hinzugezogen.

In der Zeit von 21 bis circa 4 Uhr am Morgen wurden 365 wetterbedingte Einsätze gezählt, berichtet die Dortmunder Feuerwehr. „Glücklicherweise wurde bei der Vielzahl der Einsätze niemand verletzt.“

22.35 Uhr: Wetterdienst verlängert Unwetterwarnung

Überall in Dortmund gibt es weiterhin Einsätze wegen vollgelaufener Keller und überschwemmter Straßen. An vielen Stellen im Stadtgebiet sind Fahrzeuge der Feuerwehr zu sehen. Dies könne noch bis in die Nachtstunden andauern.

In kurzer Zeit fielen große Mengen Regen in Dortmund. © Felix Guth © Felix Guth

Der heftigste Regen ist mittlerweile über Dortmund hinweggezogen. Der Deutsche Wetterdienst hat die Unwetterwarnung dennoch vorerst bis 23 Uhr verlängert.


22.15 Uhr: Bereits 267 Einsätze innerhalb von etwas mehr als einer Stunde

Die Leitstelle der Feuerwehr Dortmund meldet mittlerweile bereits 267 Einsätze (Stand 22.10 Uhr) – innerhalb von etwas mehr als einer Stunde.

Dabei handele es sich aber bislang ausschließlich um Einsätze wegen Wasser in Kellern oder auf Straßen, heißt es aus der Leitstelle.

21.30 Uhr: „Wir haben sehr viel Wasser in Kellern im Dortmunder Süden“

Mittlerweile hat über der Dortmunder Innenstadt heftiger Regen eingesetzt. Aktuelle Wetterkarten zeigen, dass das Zentrum der Gewitterzelle noch bis circa 22.30 Uhr über Dortmund ziehen könnte.

Ein Sprecher der Leitstelle der Dortmunder Feuerwehr hat auf Anfrage zur aktuellen Lage nur Zeit für eine kurze Antwort: „Wir haben sehr viel Wasser in Kellern im Dortmunder Süden. Wir haben zu tun.“

Der private Wetterdienst „Kachelmannwetter“ hatte bereits zuvor bei Twitter vorhergesagt: „Das gibt viel Wasser inkl. Überflutungen und voller Keller.“


21.20 Uhr: Radar zeigt Gewitterzelle über Dortmund

Laut öffentlich zugänglicher Wetter-Radar-Karten befindet sich eine Gewitterzelle über Dortmund. Sie zieht von Süden nach Norden. sich über den südlichen Stadtteilen und der Innenstadt.

Der Himmel über der Innenstadt ist verdunkelt, es hat begonnen zu regnen.

Ursprüngliche Meldung 20.54 Uhr: Amtliche Unwetterwarnung der zweithöchsten Stufe für Dortmund

Um 20.30 Uhr am Dienstag (29.6.) hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine amtliche Unwetterwarnung der Stufe Rot für Dortmund veröffentlicht. Bis etwa 22 Uhr treten demnach Gewitter auf, die aus Richtung Süden heranziehen.

Am Abend verdunkelte sich der Himmel über Dortmund - das folgende Unwetter sorgte für zahlreiche Feuerwehr-Einsätze.
Am Abend verdunkelte sich der Himmel über Dortmund – das folgende Unwetter sorgte für zahlreiche Feuerwehr-Einsätze. © Felix Guth © Felix Guth

In der Unwetterwarnung, die auch über die Katastrophenschutz-Warn-App vermeldet wurde, präzisiert das meteorologische Institut: „Dabei gibt es heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 25 l/m² und 40 l/m² pro Stunde sowie schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 80 km/h und 100 km/h und Hagel mit Korngrößen um 2 cm.

Wetterdienst warnt: „Vermeiden Sie den Aufenthalt im Freien“

Mögliche daraus entstehende Gefahren seien Blitzschlag, herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen.

Der DWD spricht die Empfehlung aus: „Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen! Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“

Bereits in den vergangenen Tagen hatte es Warnungen vor starkem Gewitter gegeben, Dortmund war aber durch größere Regenfällen bisher nicht betroffen.

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