Nach dem Starkregen sind Dachdecker und andere Handwerker-Betriebe sehr gefragt. © dpa
Wasserschäden

Unwetter-Schäden: Bei Dortmunder Handwerkern stapeln sich die Aufträge

Nach dem großen Regen kommt das große Aufräumen. Dafür braucht es Handwerker. Aber die sind in diesen Tagen in Dortmund gar nicht einfach zu bekommen.

Das Extrem-Unwetter am Mittwoch (14.7.) hat in vielen Häusern und Kellern in Dortmund Schäden hinterlassen. Wie hoch sie genau sind, lässt sich noch nicht beziffern. Fest steht nur: Viele Menschen benötigen jetzt die Hilfe von Handwerkerinnen und Handwerkern.

Wie dringend das ist, wird direkt am ersten Tag nach dem Unwetter deutlich. Denn die meisten Betriebe aus Gewerken, die jetzt besonders gefragt sind, haben kaum Zeit, um darüber zu sprechen. „Ich muss sie jetzt weglegen“, lautet ein häufiger Satz – wenn nicht dauerbesetzt ist.

Wann ein Rohrreiniger hilft – und wann nicht

Viele, bei denen das Wasser noch in Räumen steht, riefen am Donnerstag (15.7.) eine Rohrreinigungsfirma zur Hilfe.

Das führte in zahlreichen Betrieben zu mehr Auftragswünschen, als sie bewältigen können. Mehrere Unternehmen berichten, dass alle Installateure und Mitarbeiter seit Mittwochmorgen unterwegs sind.

„Bei uns brennt der Baum. Wir wissen gar nicht wohin mit den ganzen Aufträgen“, sagt ein Mitarbeiter eines Unternehmens aus der Innenstadt.

Nicht an allen Stellen können sie das Problem allerdings lösen. „Die Leute vermuten Verstopfungen, aber in Wirklichkeit läuft das Wasser vom Stadtkanal zurück in die Häuser. Gegen die Wassermassen kann man dann nichts ausrichten“, so ein Rohrreiniger im Gespräch mit dieser Redaktion.

Dachdecker: Wenn nicht wir, wer dann?

Gefragt sind auch Dachdecker. „Wenn wir jetzt nicht viel zu tun haben, wer denn dann?“, heißt es auf Anfrage aus dem Unternehmen Bedachungen Böcker in Hörde. Viele Dortmunderinnen und Dortmunder meldeten undichte Dächer, Schäden an Dachrinnen oder Schäden durch Bäume oder Äste.

Womit die Zeit zum Plaudern auch schon ausgereizt ist, denn im Hintergrund klingelt schon wieder das Telefon.

Zudem stapeln sich bei Malern und Lackierern die Anfragen. Manche haben erst im August wieder Zeit für neue Kunden. Nach Wasserschäden sind außerdem Elektriker und Trockenbauer gefragt.

Viele Betroffene müssen sich vermutlich auf eine längere Wartezeit einstellen.

Miet-Bautrockner sind sehr gefragt

Zu einem raren Gut werden in diesen Tagen auch Bautrockner. Die elektrischen Geräte sind unerlässlich, um feuchte Räume wieder bewohnbar zu machen. Aber nur wenige Menschen haben so ein Gerät zuhause, sofern sie nicht häufiger mit Wasserschäden zu tun haben.

Bei einer Verleihfirma im Indupark seien alle 20 verfügbaren Geräte derzeit dauerhaft im Einsatz, heißt es auf Anfrage. „Aber es gab rund 200 Anrufe“, sagt ein Mitarbeiter.

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Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth

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