Ungeliebte Platanen – so ziehen besorgte Anwohner Lokalpolitiker auf ihre Seite

Baumärger

Die Anwohner der Wilhelmshöh lassen nicht locker. Ihrem Ärger über zwei Platanen in ihrer Straße machten sie jetzt in der Sitzung der Bezirksvertretung Luft. Mit Erfolg.

Lütgendortmund

, 24.09.2019, 12:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ungeliebte Platanen – so ziehen besorgte Anwohner Lokalpolitiker auf ihre Seite

Anfang September präsentierten Anwohner der Wilhelmshöh die Schäden, die bereits durch die beiden Platanen entstanden sind. Sie versprechen, nach der Fällung neu gepflanzten Bäume zu pflegen. © Alexandra Wachelau (A)

Anwohner der Straße Wilhelmshöh 49-57 in Lütgendortmund wollen schon lange die beiden Platanen vor ihrer Haustür loswerden. Der Zustand sei nicht mehr haltbar, zu viel Schaden hätten die Wurzeln der Bäume schon angerichtet, sagen die Anlieger. Mit ihren Sorgen und ihrer Forderung, dass die Platanen gefällt werden sollen, wandten sie sich an die Bezirksvertretung Lütgendortmund.

Ungeliebte Platanen – so ziehen besorgte Anwohner Lokalpolitiker auf ihre Seite

Die Wurzeln der Platanen haben bereits den Gehweg geschädigt und Randsteine angehoben. Auch Schlaglöcher in den Straßen und verschobene Pflastersteine existieren bereits. © Alexandra Wachelau (A)

Anfangs schien es, dass die Anwohner bei Bezirksbürgermeister Heiko Brankamp mit ihrem Ansinnen auf Granit bissen. Gesunde Bäume zu fällen, diese Vorstellung gefiel ihm nicht. Aber die Anwohner punkteten doppelt: Sie traten geschlossen in der Einwohnerfragestunde auf, und sie trugen ihre Argumente sachlich vor.

Bezirksvertreter einigen sich auf Ortstermin mit der Verwaltung

Die Wurzeln hätten bereits Rasenkantensteine und Müllbehälter angehoben und seien bis vors Haus vorgedrungen, berichtete eine Anwohnerin. „Das ist unerträglich.“ Ein anderer Bürger verwies auf die Nähe der Wurzeln zur Abwasserleitung, die sie schädigen könnten. Weiteres Ärgernis: Die obere Schicht des Gehwegs wurde durch ein Sand-Splitt-Gemisch ersetzt, das sich als gefährliche Stolperfalle erwiesen habe.

Die eindringlichen Appelle der Anwohner überzeugten die Bezirksvertreter: Alle folgten dem Vorschlag von Grünen-Sprecher Frank Meyer und einigten sich auf einen Ortstermin mit Umwelt- und Tiefbauamt.

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