Unendliche Geschichte: Der Aufzug am Bahnhof Mengede ist in Betrieb

dzBarrierefreiheit

Manch Ärgernis zieht sich hin – mit immer neuen Terminen, geplatzten Zusagen und Entschuldigungen. Bestes Beispiel: der Aufzug am Mengeder Bahnhof. Die nächste unendliche Geschichte folgt.

Mengede

, 11.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es ist eine endlose Geschichte: 2018 sanierte und verlängerte die Deutsche Bahn den Bahnsteig Gleis 1/2 am Mengeder Bahnhof. Die Rampe ließ sie im Zuge dessen zurückbauen. Ein Aufzugschacht entstand, der Fahrstuhl selbst ließ auf sich warten. Urpünglich sollte er im Dezember 2018 in Betrieb gehen.

Im Juli 2019 wurde die fehlende Barrierefreiheit einer Reisenden im Rollstuhl zum Verhängnis. Sie verließ den Zug und war auf dem Bahnsteig gefangen. Spätestens jetzt wurde der fehlende Aufzug zum Ärgernis: für Gehbehinderte, Radfahrer, Eltern mit Kinderwagen.

„Technische Störung“

Die Bahn hielt auch die angekündigte Inbetriebnahme zum Jahreswechsel nicht ein. Im Frühjahr dann ein Lichblick: Glas und Edelstahl versprachen Barriefreiheit. Anfang Juni lief der Aufzug dann. Aber nur kurz. „Eine technische Störung“, nennt eine Bahnsprecherin als Grund.

Die hielt über Wochen und nicht Tage an – nach Darstellung der Bahn „für eine kurze Zeit“. Und zum wiederholten Male heißt es von der Pressestelle: „Für die entstandenen Unannehmlichkeiten möchten wir uns entschuldigen.“

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Jetzt fehlt beim Ausbau nur noch das sanierte historische Bahnsteigdach. Das wollte die Deutsche Bahn Anfang 2021 wieder aufbauen. Wird nichts: Die Ausschreibung für die Arbeiten führte zu keinem Erfolg – „sodass der ursprünglich genannte Zeithorizont nicht eingehalten werden kann.“

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